MilitÀr, Schifffahrt

Fregattenprojekt F-126 wird immer teurer

03.03.2026 - 21:48:27 | dts-nachrichtenagentur.de

Das umstrittene Fregattenprojekt F-126 wird fĂŒr den Steuerzahler immer teurer.

Deutsche Kriegsschiffe (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
In ihrer Sitzung an diesem Mittwoch sollen die HaushÀlter des Bundestags noch einmal knapp 100 Millionen Euro freigeben, so die Vorlage des Finanzministeriums, aus der das "Handelsblatt" (Mittwochausgabe) zitiert.

Die Mittel mĂŒssen freigegeben werden, weil trotz des Entzugs eines Auftrags an eine niederlĂ€ndische Werftengruppe Rechnungen aufgelaufen sind. Schon in der vergangenen Woche hatten die Parlamentarier gesperrte Haushaltsmittel in Höhe von 70 Millionen Euro fĂŒr das Fregattenprojekt freigegeben.

Damit wurden mittlerweile mehr als zwei Milliarden Euro in das Projekt investiert, oder besser gesagt: versenkt. "Das Fregattenprojekt F-126 ist zum Fass ohne Boden geworden", sagte GrĂŒnen-Haushaltspolitiker Sebastian SchĂ€fer. Auch die CDU ĂŒbt Kritik. "Das Projekt F-126 lĂ€uft weiterhin völlig aus dem Ruder", sagte Bastian Ernst (CDU), Berichterstatter der Unionsfraktion fĂŒr die Marine. "Bis zur Entscheidung bis Ende April, wie es mit F-126 weitergeht, fĂ€llt es mir enorm schwer, weiteren Zahlungen zuzustimmen", so Ernst.

Laut den GrĂŒnen gibt es zudem neue Schwachstellen bei der PrĂŒfung der Verteidigungsausgaben. So hat der Bundesrechnungshof das fĂŒr die Kontrolle des Verteidigungsetats zustĂ€ndige Team neu aufgestellt. Von den neuen Kontrolleuren, so SchĂ€fer, verfĂŒge nicht ein einziger ĂŒber Erfahrung im Verteidigungsbereich. Er sei sich sicher, dass auch das neue fĂŒr den Verteidigungsetat zustĂ€ndige Team des Rechnungshofs viel zur parlamentarischen Kontrolle beitragen wĂŒrde, schreibt GrĂŒnen-Haushaltspolitiker SchĂ€fer in einem Brief an Rechnungshof-PrĂ€sident Kay Scheller.

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