Rauchen und Vapen bei Jugendlichen auf dem Vormarsch
26.05.2026 - 10:44:37 | dts-nachrichtenagentur.deDemnach rauchte 2025 fast jeder Zehnte der 12- bis 17-JĂ€hrigen (9,6 Prozent). 2021 waren es noch 6,1 Prozent. Damit zeigt sich bei Jugendlichen eine gegenlĂ€ufige Entwicklung zum langfristigen RĂŒckgang des Rauchens bei jungen Erwachsenen. Besonders auffĂ€llig: Vor allem MĂ€dchen rauchen deutlich mehr als noch vor fĂŒnf Jahren. In der Altersgruppe der 18- bis 25-JĂ€hrigen sank der Raucher-Anteil von 29,8 Prozent im Jahr 2021 auf 26,3 Prozent im Jahr 2025.
Weiter auf dem Vormarsch ist bei jungen Menschen das Vapen: Der Konsum von Mehrweg-E-Zigaretten nimmt deutlich zu. Bei Jugendlichen stieg der Anteil der Konsumenten seit 2021 von 2,9 auf 6,7 Prozent bei mÀnnlichen Jugendlichen und von 1,8 auf 7,8 Prozent bei weiblichen Jugendlichen. Auch bei jungen Erwachsenen zwischen 18 und 25 Jahren hat sich der Konsum erhöht. Bei den jungen MÀnnern nahm der Anteil der Konsumenten von 6,9 Prozent (2021) auf 13,3 Prozent (2025) zu. Bei den jungen Frauen stieg er von 4,7 auf 11,9 Prozent.
Auch Nikotinbeutel gewinnen an Bedeutung, und das, obwohl der Verkauf in Deutschland untersagt ist. 2025 gaben 5,5 Prozent der Jugendlichen und 18,9 Prozent der jungen Erwachsenen an, diese Produkte bereits ausprobiert zu haben. 2023 waren es noch 4,1 Prozent der Jugendlichen und 14,8 Prozent der jungen Erwachsenen.
"Die DrogenaffinitĂ€tsstudie ist ein klares Warnsignal", sagte der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Hendrik Streeck (CDU). "Jugendliche rauchen und vapen wieder hĂ€ufiger, und Nikotinprodukte sind fĂŒr junge Menschen heute leichter sichtbar, leichter verfĂŒgbar und oft gezielt attraktiv gemacht." Hier dĂŒrfe man nicht einfach nur zusehen. Nötig seien klare Regeln fĂŒr Inhaltsstoffe, Aromen, Werbung und Verpackung. "GesundheitsschĂ€dliche und jugendaffine Aromen gehören verboten." Nikotin dĂŒrfe nicht ĂŒber Geschmack und Design bei jungen Menschen landen und Nikotinbeutel dĂŒrften in Deutschland nicht verkauft werden.
