LĂ€nder, Mittel

LĂ€nder rufen kaum Mittel fĂŒr Ganztagsausbau ab

13.08.2025 - 16:12:36

Der Ausbau der Ganztags-Infrastruktur an Schulen lÀuft nur schleppend an.

Von den Fördermitteln, die der Bund dafĂŒr zugesagt hat, darunter 2,75 Milliarden Euro aus dem Ganztagsfinanzhilfegesetz von 2021, haben die LĂ€nder bislang nur gut ein Zehntel abgerufen. Das zeigt eine Umfrage des "Spiegels". Demnach liegt die Abrufquote bei den 13 LĂ€ndern, die geantwortet haben, im Schnitt bei 12 Prozent.

Verplant sind 56 Prozent der Fördermittel. Dabei sind die Unterschiede riesig: WĂ€hrend Sachsen (45,7 Prozent) und Baden-WĂŒrttemberg (33,6 Prozent) bereits grĂ¶ĂŸere BetrĂ€ge abgerufen haben, sind ThĂŒringen und Rheinland-Pfalz (jeweils keine Abrufe), Berlin (0,16 Prozent) und Sachsen-Anhalt (0,75 Prozent) deutlich zurĂŒckhaltender. Aus Rheinland-Pfalz hieß es, die Koordination in den Kommunen sei sehr zeitaufwendig. Eine Sprecherin des Berliner Senats verwies darauf, dass es erst Ende 2024 eine Einigung ĂŒber die Förderrichtlinien gegeben habe, AntrĂ€ge waren daher erst ab 2025 möglich. Weil es hĂ€ufig um Bauinvestitionen gehe, seien "umfangreiche PlanungsvorlĂ€ufe" erforderlich. "Ein stĂ€rkerer Mittelabfluss wird daher im Jahr 2026 erwartet", so die Sprecherin. Dabei drĂ€ngt die Zeit: Der Rechtsanspruch auf einen Ganztagsplatz gilt fĂŒr alle ErstklĂ€ssler ab Sommer 2026.

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