Bericht: BND glaubt an Laborunfall als Ausgang der Corona-Pandemie
12.03.2025 - 10:26:44Neben Hinweisen auf riskante sogenannte "Gain-of-Function"-Experimente, der kĂŒnstlichen VerĂ€nderung von in der Natur vorkommenden Viren, soll das Material auch zahlreiche VerstöĂe gegen Vorschriften fĂŒr die Labor-Sicherheit nachweisen. Den Auftrag, die Herkunft des neuartigen SARS-CoV-2-Virus zu untersuchen, hatte das Kanzleramt erteilt. Noch in der Regierungszeit von Angela Merkel (CDU) unterrichtete BND-PrĂ€sident Bruno Kahl persönlich das Kanzleramt ĂŒber die nachrichtendienstliche Operation und die Bewertung des Dienstes. Die Labor-These wurde dem Bericht zufolge mit einer Wahrscheinlichkeit von "80-95" Prozent bewertet. Das Kanzleramt soll demnach allerdings entschieden haben, die brisante EinschĂ€tzung unter Verschluss zu halten. Merkel wollte sich auf Anfrage der Medien nicht dazu Ă€uĂern, ob sie von dem Vorgang Kenntnis erhielt. Der damalige Kanzleramtsminister Helge Braun und der fĂŒr die Nachrichtendienste zustĂ€ndige StaatssekretĂ€r, Johannes Geismann, wollten sich demnach ebenfalls nicht Ă€uĂern. Direkt nach dem Regierungswechsel von Merkel zu Olaf Scholz soll Kahl das Kanzleramt erneut informiert haben. Das fĂŒr die Kontrolle der Nachrichtendienste zustĂ€ndige Parlamentarische Kontrollgremium des Bundestages wurde hingegen nicht unterrichtet, ebenso wenig wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Ende vergangenen Jahres entschied die Bundesregierung, externe Experten mit der ĂberprĂŒfung der BND-Erkenntnisse zu beauftragen. Seit dem vergangenen Dezember prĂŒfen im Auftrag des Kanzleramts hochrangige externe Wissenschaftler die ValiditĂ€t der BND-Erkenntnisse. Zu der Gruppe gehören der PrĂ€sident des Robert-Koch-Instituts, Lars Schade und der Berliner Virologe Christian Drosten. Ein abschlieĂendes Ergebnis liegt noch nicht vor. Auf einen detaillierten Fragenkatalog antwortete ein Regierungssprecher: "Zu nachrichtendienstlichen Angelegenheiten nehmen wir grundsĂ€tzlich öffentlich nicht Stellung." Auch der BND Ă€uĂerte sich nicht. Im vergangenen Herbst soll der BND auch detailliert die CIA informiert haben. Diese erklĂ€rte im Januar ĂŒberraschend, man gehe jetzt mit "geringer Ăberzeugung" von einem Unfall aus. Die Frage der Herkunft des Virus gehört bis heute zu den gröĂten naturwissenschaftlichen RĂ€tseln, die AufklĂ€rung wird erschwert, weil die chinesische Regierung Untersuchungen der WHO blockiert. Diese hat bereits vor Jahren alle Staaten aufgerufen, ihnen zur VerfĂŒgung stehende Informationen zur VerfĂŒgung zu stellen.


