Herzog zieht aus deutsch-israelischen Beziehungen Hoffnung
11.05.2025 - 16:02:43Herzog weiter: "Was uns am wichtigsten ist, sind natĂŒrlich die Verhandlungen mit dem Iran ĂŒber ein Atomabkommen oder besser gesagt ein Anti-Atom-Abkommen, damit der Iran unter keinen UmstĂ€nden nukleare FĂ€higkeiten erreicht. Wenn dazu MilitĂ€roperationen erforderlich sind, dann soll das so sein. Aber wir geben dem Dialog eine Chance." Herzog, der in Berlin unter anderem auch mit dem neuen Bundeskanzler sprechen wird, lobte Friedrich Merz: "Er wird in Israel als enger Freund und sehr positiv gesehen, und ich bin mir sicher, dass er auf internationaler Ebene einen groĂen Einfluss haben wird." Kritische ĂuĂerungen des Kanzlers zur humanitĂ€ren Lage in Gaza wies der PrĂ€sident aber zurĂŒck: "Ich empfehle jedem, der darĂŒber spricht, sich eingehend mit den Fakten zu befassen." Bei diesem Thema gebe es viele "Fake News und falsche Behauptungen". Die Hamas fĂŒhre einen "groĂen psychologischen Krieg an vielen Fronten, um ein verzerrtes Bild zu erzeugen, um Regierungen dazu zu bringen, Druck auf Israel auszuĂŒben", so Herzog. Die humanitĂ€re Lage im Gazastreifen wird auch von UN-Institutionen sowie unabhĂ€ngigen Hilfsorganisationen als katastrophal beschrieben. Zudem gibt es breite Kritik an Blockaden von Hilfslieferungen durch die Netanjahu-Regierung. Herzog verband unterdessen seine Kritik mit einem Angebot an Berlin: "Ich empfehle der Bundesregierung, falls nötig, Experten zu entsenden, um die Situation eingehend zu untersuchen. Jetzt, da es einen neuen Plan gibt, denke ich, dass die internationale Gemeinschaft sich diesem Plan anschlieĂen und die entsprechenden Lieferungen bereitstellen wird, damit man sie den Menschen in Gaza direkt, ohne ZwischenhĂ€ndler oder Terroristen, bereitstellen kann."


