MilitĂ€rhistoriker kritisiert Pistorius fĂŒr unzulĂ€ngliche Reformen
26.07.2025 - 00:01:00Pistorius sei "noch nicht an das Grundproblem der Bundeswehr herangegangen, nicht an die ĂŒberbordende BĂŒrokratie und die ĂŒbergroĂen Behörden und Ămter", so Neitzel, der den Lehrstuhl fĂŒr MilitĂ€rgeschichte an der UniversitĂ€t Potsdam innehat. Russland rĂŒste massiv auf und habe trotz der Verluste in der Ukraine 1,2 Millionen Mann unter Waffen. Dieser RĂŒstungsvorsprung existiere nur so lange, bis die Nato aufgeholt habe. "Die nĂ€chsten drei Jahre sind die gefĂ€hrlichsten", so Neitzel. "Es gibt fĂŒr Putin also nur einen engen Zeitkorridor, in dem er sich entscheiden muss: Geht er in die Konfrontation oder nicht?" In den kommenden Jahren sei die Lage fĂŒr den russischen PrĂ€sidenten Wladimir Putin auch deswegen gĂŒnstig, weil er darauf hoffen könne, "dass sich die USA aus einer Konfrontation beispielsweise im Baltikum heraushalten". Neitzel forderte zudem das schwedische Wehrpflichtmodell fĂŒr Deutschland. "Wir brauchen einen verpflichtenden Wehrdienst von wenigstens zwölf Monaten. Ich bin kein Freund der alten allgemeinen Wehrpflicht, sondern des schwedischen Modells. Demnach werden alle gemustert. Wenn es nicht genug Freiwillige gibt, wird verpflichtet." Er warf Teilen der SPD vor, dies zu verhindern. "FĂŒr fatal halte ich, dass der linke FlĂŒgel der SPD die gesamte Regierung blockiert."


