Schuster kritisiert Zulassung von Al-Kuds-Demonstrationen
05.04.2024 - 19:06:12Er habe nicht grundsĂ€tzlich etwas gegen pro-palĂ€stinensische Demonstrationen, beteuerte Schuster - "wenn es darum geht, SolidaritĂ€t mit der Zivilbevölkerung im Gazastreifen zu zeigen". Das sei "völlig in Ordnung und hat auch gar nichts mit Antisemitismus zu tun", so Schuster. "Die Problematik ist, dass nur völlig ausgeblendet wird, wieso es zu der Situation der Zivilbevölkerung gekommen ist. Diese Auseinandersetzung wurde durch Hamas initiiert - und Hamas nimmt ja leider die Zivilbevölkerung auch als Geiseln in Schutzhaft." Seit dem Ăberfall der Hamas auf Israel hĂ€tten die antisemitischen VorfĂ€lle in Deutschland sprunghaft zugenommen, so Schuster. "Da ist etwas explodiert. Seit dem 7. Oktober, seit dem Ăberfall der Hamas auf Israel und der Auseinandersetzung im Gazastreifen, merkt man deutliche Steigerungen antisemitischer VorfĂ€lle. Das beginnt relativ harmlos mit antisemitischen Zuschriften, steigert sich aber darĂŒber hinaus auch mit Drohungen." Doch oft bleibe es nicht bei verbaler Gewalt, so Schuster: "Das fĂŒhrt nicht nur zu Worten, sondern es fĂŒhrt auch zu Taten." Schuster hofft, dass nach den Auseinandersetzungen in Gaza wieder eine Normalisierung des VerhĂ€ltnisses von Arabern und Juden möglich ist. "In Israel sehe ich das relativ unproblematisch. Man muss ja sagen, dass in Israel selber der jĂŒdische Teil der Bevölkerung, aber auch der arabische Teil der Bevölkerung seit Jahren doch gut zusammenleben. Es gibt arabische Knessetabgeordnete. Also insoweit sehe ich es da relativ unkompliziert. Ich hoffe, dass auĂerhalb Israels, auch in Deutschland, eben der Antisemitismus, der von arabischstĂ€mmigen, tĂŒrkischstĂ€mmigen Menschen ins Land getragen wird, hier auch dann wieder abebben wird."


