Konservative, Studenten

Konservative Studenten wollen Kampfdrohnen an Unis entwickeln

17.03.2025 - 00:01:00

Der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) fordert Geld aus dem Finanzpaket, um staatlich geförderte Kampfdrohnen an deutschen UniversitÀten zu entwickeln.

"Von KI bis Kampfdrohne - was an deutschen UniversitĂ€ten erforscht wird, könnte entscheidende Vorteile liefern", sagte Lukas Honemann, Bundesvorsitzender des RCDS, dem "Stern". "Die Zivilklausel gehört endgĂŒltig abgeschafft, und das Geld fĂŒr MilitĂ€rausgaben muss auch in die Forschung fließen." Viele deutsche UniversitĂ€ten sind stolz auf ein striktes Verbot militĂ€rischer Forschung. Laut der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (Acatech) haben noch heute 77 von 318 Unis und Fachhochschulen eigene Zivilklauseln.

Honemann verweist auf einen Fall an der UniversitĂ€t Kassel. Dort war Ende 2023 eine Kooperation mit den RĂŒstungsunternehmen Krauss-Maffei Wegmann (KMW) und Rheinmetall beendet worden. Grund dafĂŒr war offenbar eine einige Jahre zuvor beschlossene Zivilklausel der UniversitĂ€t. Honemann sagte: "Das schwĂ€cht Deutschland bei Innovationen - wirtschaftlich und militĂ€risch." In den Koalitionsverhandlungen mĂŒsste die Union deshalb Anreize zur Abschaffung der Zivilklausel schaffen. "Wir brauchen Förderprogramme fĂŒr militĂ€rische Forschung an UniversitĂ€ten - wer mitmacht, der bekommt Geld, wer an der ideologischen Zivilklausel festhĂ€lt, eben nicht." Voraussichtlich bis Ende MĂ€rz verhandeln CDU/CSU und SPD einen neuen Koalitionsvertrag. Zuletzt waren auch aus der SPD Forderungen nach mehr MilitĂ€rforschung an UniversitĂ€ten gekommen. Die PrĂ€sidentin der Wissenschaftsministerkonferenz, Bettina Martin (SPD), forderte im Januar im "Handelsblatt" mit dem Verweis auf die "Zeitenwende" eine neue Offenheit fĂŒr MilitĂ€rforschung.

@ dts-nachrichtenagentur.de