Familien, Gesellschaft

Sozialverband kritisiert ReformplĂ€ne fĂŒr private Altersvorsorge

Veröffentlicht am: 26.02.2026 um 01:00 Uhr | dts-nachrichtenagentur.de

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) hat den von der schwarz-roten Koalition an diesem Donnerstag in den Bundestag eingebrachten Gesetzentwurf zur Reform der privaten Altersvorsorge kritisiert und fordert, stattdessen die gesetzliche Rente zu stĂ€rken."Der letzte Versuch staatlich gelenkter privater Rentenvorsorge ist klĂ€glich gescheitert", sagte SoVD-Vorsitzende Michaela Engelmeier der "Neuen OsnabrĂŒcker Zeitung" (Donnerstagausgabe).

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Seniorin (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur
"Die Riester-Rente hat dieses Ziel nie erfĂŒllt, gerade einmal ein Drittel aller sozialversicherungspflichtig BeschĂ€ftigten sorgt zusĂ€tzlich privat vor. Riester hat vor allem den Versicherungskonzernen genĂŒtzt."

Der SoVD plĂ€diert dafĂŒr, auch in Zukunft auf die gesetzliche Rente zu setzen. Die Ergebnisse der von der Koalition eingesetzten Rentenkommission, die fĂŒr Mitte des Jahres erwartet werden, gelte es abzuwarten.

Das vorgeschlagene Produkt der privaten Vorsorge sei zwar einfacher, transparenter und kostengĂŒnstiger als "Riester". Der Kostendeckel fĂŒr den Verwaltungsaufwand sei allerdings mit 1,5 Prozent viel zu hoch. "Bei der privaten Altersvorsorge wird der Blick gerne nach Schweden gerichtet. Dort ist der schwedische Staatsfonds mit Verwaltungskosten von nur rund 0,1 Prozent deutlich kostengĂŒnstiger", erklĂ€rte sie.

Auch mit der Reform bleibe das Grundproblem erhalten. "Wer keinen Euro zum Sparen ĂŒbrig hat, wird trotz Förderung nicht zusĂ€tzlich vorsorgen können. Darum brauchen wir eine starke gesetzliche Rente", sagte Engelmeier.

Die Riester-AbschlĂŒsse waren zuletzt rĂŒcklĂ€ufig, weshalb die Bundesregierung die private Vorsorge mit dem Gesetz wieder attraktiver machen will.

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