Schweitzer dringt auf EinfĂŒhrung von Digitalabgabe fĂŒr Tech-Riesen
24.01.2026 - 00:00:00Die KI-Systeme kĂ€men in den allermeisten FĂ€llen von Tech-Konzernen aus den USA oder China und ihren Plattformen. "Bislang werden sie ĂŒberhaupt nicht zur Kasse gebeten", so der SPD-Politiker. "Auch die Steuerlast solcher Unternehmen ist in den meisten FĂ€llen sehr gering. Das ist höchst ungerecht gegenĂŒber unseren Medienanbietern", sagte Schweitzer.
"Zudem haben die Plattformen ĂŒber ihre Algorithmen die Möglichkeit zu steuern, was Usern angezeigt wird und was nicht. Das verzerrt die RealitĂ€t und beeinflusst das politische Klima und damit auch den öffentlichen Debattenraum", so der Vorsitzende der Rundfunkkommission.
VerlĂ€ssliche Informationen, die nach den journalistischen Sorgfaltspflichten erstellt wurden, seien fĂŒr die BĂŒrger oft immer schwerer von Falschmeldungen zu unterscheiden, kritisierte Schweitzer. "Das ist höchst gefĂ€hrlich mit Blick auf die Medienlandschaft in Deutschland. Sie ist elementar wichtig fĂŒr die Meinungsfreiheit und die Vielfalt", mahnte der SPD-Politiker. "Es ist ein Demokratiethema, es ist ein Medienfreiheitsthema und nicht primĂ€r ein auĂenpolitisches Instrument, um etwa im Zoll- und Handelskonflikt die europĂ€ische Position zu stĂ€rken", sagte Schweitzer.
Er werde mit seinen Amtskollegen der anderen LĂ€nder ĂŒber das Instrument und einen Mechanismus beraten. Zur Höhe einer solchen Abgabe hielt er sich bedeckt. "Eine genaue Höhe einer solchen Abgabe mĂŒssen wir zunĂ€chst im Kreis der MinisterprĂ€sidenten beraten. Doch es ist Tempo geboten", sagte Schweitzer. "Noch in diesem Jahr sollte es einen Vorschlag aus der MinisterprĂ€sidentenkonferenz geben, wie wir unseren Medienstandort und damit auch die Demokratie stĂ€rken und schĂŒtzen können. Den Medienanbietern lĂ€uft die Zeit davon", sagte Schweitzer.


