Ermittler, TatverdÀchtige

Ermittler benennen weitere TatverdÀchtige des Nord-Stream-Anschlags

27.08.2025 - 17:17:06

Deutsche Behörden haben offenbar alle Mitglieder des Kommandos identifiziert, das im September 2022 die SprengstoffanschlĂ€ge auf die Nord-Stream-Pipelines verĂŒbt haben soll.

Wie die "Zeit", die "SĂŒddeutsche Zeitung" (Donnerstagausgabe) und die ARD berichten, ist es den Ermittlern mittlerweile gelungen, insgesamt sieben TatverdĂ€chtige zu benennen. Gegen sechs ukrainische Staatsangehörige liegen Haftbefehle vor. Der siebte VerdĂ€chtige soll im Dezember 2024 in der Ost-Ukraine bei KĂ€mpfen gegen die russische Armee ums Leben gekommen sein. Die Gruppe soll im September 2022 mehrere Röhren der Pipeline Nord Stream gesprengt haben.

Dem Bericht zufolge bestand das Kommando aus einem Skipper, einem Koordinator, einem Sprengstoffexperten und vier Tauchern, die mit der Segelyacht Andromeda von Rostock aus zu den Tatorten in der Ostsee gereist waren. Einer der Taucher stieß nach Erkenntnissen der Ermittler erst spĂ€ter zu der Gruppe. Er steht im Verdacht, vorher einen Anschlag auf eine andere russische Gasleitung geplant zu haben, der aber fehlschlug. Ein mutmaßliches Kommando-Mitglied, das auch ein ukrainischer Soldat sein soll, erhielt im vergangenen Jahr bei der Bundeswehr in Wildflecken eine militĂ€rische Ausbildung. Die Ermittlungen erhĂ€rten zudem den Verdacht, dass die Gruppe den Anschlag womöglich mit Hilfe von ukrainischen Behörden durchfĂŒhren konnte. So reisten die VerdĂ€chtigen mit ukrainischen Original-PĂ€ssen durch Polen nach Deutschland, die allerdings falsche Namen enthielten. Einer der VerdĂ€chtigen wurde im Sommer vergangenen Jahres in einem Auto des ukrainischen MilitĂ€rattachĂ©s aus Polen in die Ukraine gebracht, um einer Festnahme zu entgehen. In der vergangenen Woche hatte die Bundesanwaltschaft den mutmaßlichen Koordinator der Sabotageaktion in Italien festnehmen lassen. Er soll nach Deutschland ĂŒberstellt werden.

@ dts-nachrichtenagentur.de