Deutschland und Partnerländer besorgt über Lage im Sudan
24.06.2026 - 16:46:38 | dts-nachrichtenagentur.deIm vergangenen Jahr hatten Gräueltaten in Al-Faschir weltweit Entsetzen ausgelöst, die als mögliche Völkermordverbrechen eingestuft wurden. Die Minister betonten am Mittwoch, dass sich solche Ereignisse nicht wiederholen dürfen. In den letzten Wochen führten wiederholte Drohnenangriffe auf El Obeid zu zahlreichen zivilen Opfern und einem akuten Mangel an Treibstoffen, Lebensmitteln und Wasser. Die humanitäre Lage verschärft sich weiter, da die Regenzeit naht und humanitäre Helfer gezielt angegriffen werden.
Die Minister fordern die Rapid Support Forces (RSF) auf, ihre Angriffe sofort einzustellen und der Zivilbevölkerung eine sichere Ausreise zu ermöglichen. Alle Konfliktparteien müssten einen schnellen, sicheren und ungehinderten Zugang für humanitäre Hilfe gewährleisten. Zudem riefen sie die RSF und die Sudanese Armed Forces (SAF) sowie deren Verbündete auf, die Gewalt zu deeskalieren und das humanitäre Völkerrecht zu respektieren. Die internationale Gemeinschaft müsse handeln, um weiteres Blutvergießen zu verhindern und eine geeinte Reaktion im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen sicherzustellen.
El Obeid ist die Hauptstadt des sudanesischen Bundesstaates Schamal Kurdufan und hatte laut früheren offiziellen Angaben knapp eine halbe Million Einwohner. Wie viele es derzeit noch sind, ist unklar.
