Merkel bereit zu ZugestÀndnissen bei EU-Etat
Veröffentlicht am: 14.02.2020 um 12:13 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Die Bundeskanzlerin wolle ZugestĂ€ndnisse aber daran knĂŒpfen, wie weit die PartnerlĂ€nder Umverteilungen im Haushalt zustimmen, so berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe unter Bezugnahme auf seine eigenen Quellen. Demzufolge wolle Merkel akzeptieren, dass der zukĂŒnftige EU-Haushalt bei mehr als einem Prozent der Jahreswirtschaftlseistung der EU liegen werde.
Jeder Zehntelprozentpunkt Erhöhung des EU-Haushalts macht im Bundeshaushalt fĂŒnf Milliarden Euro aus. Zum Ausgleich fordere die Kanzlerin von der EU fĂŒr die Zukunft weniger Ausgaben fĂŒr Agrarhilfen und stattdessen mehr Investitionen in Zukunfstsprojekte und Gemeinschaftsausgaben zum Wohl aller EU-MitgliedslĂ€nder. Die Bundesrepublik fordere bei den Verhandlungen aber weiterhin, trotz des Austritts GroĂbritanniens aus der EU und der daraus resultierenden Abschaffung des sogenannten "Briten-Rabatts" seinen eigenen Beitrags-Nachlass auch weiterhin beibehalten zu dĂŒrfen. Es sei fĂŒr die BĂŒrger nicht akzeptabel, wenn eine kleine Zahl von Mitgliedsstaaten immer gröĂer werdende finanzielle Lasten tragen mĂŒsste, so ein Positionspapier, das Deutschland im November letzten Jahres gemeinsam mit den anderen Rabattstaaten Ăsterreich, Schweden, den Niederlanden und DĂ€nemark verfasst habe und ĂŒber das das Nachritenmagazin gleichfalls berichtet. Charles Michel, der EU-RatsprĂ€sident, will beim Sondergipfel der EU, der ab dem kommenden Donnerstag stattfinden wird, einen Kompromiss erwirken. Das Vertrauen in die FĂ€higkeiten Michels und seiner Mitarbeiter zu Verhandlungen sei unter Diplomaten aber anscheinend nicht sehr stark, so schreibt der "Spiegel" und beruft sich dabei auf einen internen Bericht. Den habe Michael ClauĂ, der StĂ€ndige Vertreter Deutschlands bei der EU, im Januar nach einem Treffen der EU-Botschafter unterschrieben. "In ungewohnt gelöster Stimmung" habe der Kabinettchef des PrĂ€sidenten des EuropĂ€ischen Rates beim Thema MehrjĂ€hriger Finanzrahmen ĂŒber "sieben Erkenntnisse aus den bilateralen Sherpa-GesprĂ€chen" unterrichtet, so heiĂt es in einem Bericht von ClauĂ. Im wesentlichen sei es mehrmals darauf hinausgelaufen, dass alle MitgliedslĂ€nder der EU ZugestĂ€ndnisse machen mĂŒssten.
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