Organisierte KriminalitÀt bleibt auf hohem Niveau
05.09.2024 - 10:30:26Die Schadenssumme ist damit mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahr (1,3 Milliarden Euro) und stellt zugleich die höchste Schadenssumme der letzten zehn Jahre dar. Alleine 1,7 Milliarden Euro entfallen auf den Deliktbereich Cybercrime. "Die Anzahl der Ermittlungsverfahren im Bereich der Organisierten KriminalitĂ€t bleibt hoch", sagte Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD). Man sorge weiter fĂŒr einen "höchstmöglichen Ermittlungsdruck", fĂŒgte sie hinzu. "Unsere harte Gangart hat Erfolg - und sie ist auch absolut notwendig. Denn OK-Gruppierungen sind zunehmend bereit, mit teils drastischer Gewalt vorzugehen." Die wirtschaftlichen SchĂ€den seien enorm. Die TĂ€ter agierten konspirativ und international vernetzt. "Wir haben eine weiter steigende Zahl nicht-deutscher TatverdĂ€chtiger, der wir mit konsequenter Strafverfolgung, aber auch mit Ausweisungen und Abschiebungen begegnen mĂŒssen", sagte Faeser. BKA-PrĂ€sident Holger MĂŒnch sagte: "OK-Gruppierungen haben hĂ€ufig Zugang zu Schusswaffen und machen im Zweifel davon Gebrauch. Sie nehmen gezielt Einfluss auf Personen auĂerhalb der kriminellen Gruppierung, um die eigenen Interessen durchzusetzen und ihren illegalen GeschĂ€ften nachzugehen. Menschen werden eingeschĂŒchtert, bedroht und auch Gewalt angewendet." Um der Organisierten KriminalitĂ€t effektiv entgegenzutreten, setze man auf eine "enge und intensive internationale Zusammenarbeit" mit auslĂ€ndischen Strafverfolgungsbehörden. Ein besonderer Fokus liege dabei auf dem sogenannten Logistikansatz, mit dem die illegale Einfuhr von Kokain aus SĂŒdamerika ĂŒber die europĂ€ischen HĂ€fen erschwert werden solle. Gleichzeitig habe man die KapazitĂ€ten im Bereich der Finanzermittlungen ausgebaut, so MĂŒnch.


