Fußball, 1. Liga

Roth plĂ€diert fĂŒr mehr Trainerinnen in der MĂ€nner-Bundesliga

16.04.2026 - 16:17:16 | dts-nachrichtenagentur.de

Die frĂŒhere Kulturstaatsministerin Claudia Roth (GrĂŒne) plĂ€diert nach dem Vorbild von Union Berlin fĂŒr mehr Trainerinnen in der MĂ€nner-Bundesliga.

Claudia Roth (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Claudia Roth (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur
"Das Geschlecht darf bei der Besetzung solcher Posten keine Rolle spielen, in der Bundesliga wie in jedem anderen Bereich", sagte die GrĂŒnen-Bundestagsabgeordnete dem "Spiegel". "Frauen beweisen seit Jahrzehnten, dass sie als FĂŒhrungskrĂ€fte mindestens genauso gut geeignet sind wie MĂ€nner."

Der "toxische Umgang, der im Profifußball leider noch immer herrscht, der wĂŒrde durch weibliche FĂŒhrungskrĂ€fte vielleicht endlich zurĂŒckgehen", so Roth. "Das wĂ€re ein Gewinn fĂŒr den Profifußball."

Roth lobte den 1. FC Union, der Marie-Louise Eta am vergangenen Wochenende zur ersten Cheftrainerin in der Geschichte der MĂ€nner-Fußball-Bundesliga berufen hat. Seitdem wird Eta allerdings in den sozialen Medien teils mit Hetze und HĂ€me angegangen.

"Union Berlin macht aktuell wirklich alles richtig, indem sich die Verantwortlichen und der Verein öffentlich hinter sie stellen und das Verhalten dieser sogenannten Fans klar verurteilen", sagte Roth. Der Verein zeige damit Haltung, "die bei so einer Verpflichtung essenziell ist und eigentlich auch selbstverstÀndlich sein sollte".

Eta sei eine "ausgewiesene Fußballfachfrau", die alle Voraussetzungen mitbringe, an denen auch mĂ€nnliche Kollegen gemessen wĂŒrden. "Genau dieses Bewusstsein um die eigene Kompetenz ist ein wichtiger Schutzschild gegen HĂ€me und Hetze. Dazu ist der RĂŒckhalt aus dem Umfeld enorm wichtig", so Roth.

Die GrĂŒnen-Politikerin ist Mitglied des FC Augsburg. Roth ist auch Vizevorsitzende des Kuratoriums der Kulturstiftung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).

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