Bericht: GefÀngnisse in Deutschland an Belastungsgrenze
27.07.2025 - 00:00:00"Abgefedert wird eine Ăberbelegung zum Teil mit Mehrfachbelegung von dafĂŒr geeigneten HaftrĂ€umen", erklĂ€rte ein Ministeriumssprecher. Seit Mai dieses Jahres wĂŒrden im Land Ersatzfreiheitsstrafen grundsĂ€tzlich im offenen Vollzug verbĂŒĂt. "Dies wirkt sich entlastend auf den geschlossenen Vollzug aus", sagte der Sprecher. Eine Ă€hnlich hohe Belegung gibt es in Bremen, Hamburg, Baden-WĂŒrttemberg und dem Saarland. Dort sind die GefĂ€ngnisse ĂŒber 90 Prozent ausgelastet. WĂ€hrend der Corona-Pandemie war die Zahl der GefĂ€ngnisinsassen rapide gesunken. "In der Pandemie haben wir fĂŒr einige Zeit die Vollstreckung von Ersatzfreiheitsstrafen ausgesetzt, um nicht ein zusĂ€tzliches Infektionsrisiko in die Justizvollzugsanstalten zu holen, sodass die Belegung weniger wurde", erklĂ€rte eine Sprecherin des Justizministeriums in Bremen. Im MĂ€rz 2022 waren laut Statistischem Bundesamt 55.890 Menschen in Deutschland inhaftiert. Seit 2023 steigt diese Zahl wieder. Das RND hat alle 16 Justizministerien der BundeslĂ€nder befragt. Die Abfrage der Zahlen erfolgte vom 24. Juni 2025 bis zum 22. Juli 2025. In den Statistiken erfasst sind sowohl MĂ€nner, Frauen als auch Jugendliche im geschlossen und offenen Vollzug, die eine Freiheitsstrafe verbĂŒĂen oder aus sonstigen GrĂŒnden inhaftiert sind. Die Daten aller BundeslĂ€nder im Ăberblick: In Berlin sind 3.543 von 4.304 verfĂŒgbaren PlĂ€tzen belegt. In Brandenburg sind es 1.152 von 1.481, in Bayern 10.042 von 11.530, in Mecklenburg-Vorpommern 955 von 1.200, in Schleswig-Holstein 1.241 von 1.421, in Bremen 696 von 717, in Niedersachsen 4.934 von 5.934, im Saarland 904 von 973, in Rheinland-Pfalz 3.180 von 3.196, in Baden-WĂŒrttemberg 7.255 von 7.720 und in Sachsen 2.963 von 3.770 PlĂ€tzen.


