HPV-Impfquote, Deutschland

HPV-Impfquote in Deutschland rĂŒcklĂ€ufig

28.05.2025 - 13:31:57

Die Impfquote von 15-jÀhrigen MÀdchen gegen Humane Papillom-Viren (HPV) ist in Deutschland im dritten Quartal 2024 auf 49,5 Prozent gesunken.

Das teilte das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) mit. Damit liegt die Quote knapp fĂŒnf Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert und etwa zehn Prozentpunkte unter dem Niveau vor der Corona-Pandemie. Der GeschĂ€ftsfĂŒhrer des WIdO, David Scheller-Kreinsen, sagte, dass Deutschland noch weit von dem Ziel der Weltgesundheitsorganisation entfernt sei, bis 2030 eine Impfquote von 90 Prozent zu erreichen. Die Impfung schĂŒtzt vor Infektionen mit Hochrisiko-StĂ€mmen der HP-Viren, die bei anhaltender Infektion GebĂ€rmutterhalskrebs auslösen können.

Besonders effektiv ist die Impfung, wenn sie vor dem ersten Geschlechtsverkehr erfolgt. FĂŒr einen vollstĂ€ndigen Schutz sind zwei Impfungen nötig, die bis zum 18. Lebensjahr nachgeholt werden können. Die Impfquoten variieren stark zwischen den BundeslĂ€ndern. In Bremen waren nur 32,9 Prozent der MĂ€dchen vollstĂ€ndig geimpft, wĂ€hrend sie in Sachsen-Anhalt mit 65,7 Prozent fast doppelt so hoch lag. Die Impfquote bei Jungen ist ebenfalls niedrig. Nur 30 Prozent der Jungen waren vollstĂ€ndig geimpft, wĂ€hrend 40 Prozent mindestens eine Impfung erhalten hatten. Seit 2018 wird die HPV-Impfung auch fĂŒr Jungen empfohlen, um HerdenimmunitĂ€t zu erreichen und sie vor bestimmten Krebsarten zu schĂŒtzen.

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