HPV-Impfquote in Deutschland rĂŒcklĂ€ufig
28.05.2025 - 13:31:57
Das teilte das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) mit.
Damit liegt die Quote knapp fĂŒnf Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert und etwa zehn Prozentpunkte unter dem Niveau vor der Corona-Pandemie. Der GeschĂ€ftsfĂŒhrer des WIdO, David Scheller-Kreinsen, sagte, dass Deutschland noch weit von dem Ziel der Weltgesundheitsorganisation entfernt sei, bis 2030 eine Impfquote von 90 Prozent zu erreichen.
Die Impfung schĂŒtzt vor Infektionen mit Hochrisiko-StĂ€mmen der HP-Viren, die bei anhaltender Infektion GebĂ€rmutterhalskrebs auslösen können.
Besonders effektiv ist die Impfung, wenn sie vor dem ersten Geschlechtsverkehr erfolgt. FĂŒr einen vollstĂ€ndigen Schutz sind zwei Impfungen nötig, die bis zum 18. Lebensjahr nachgeholt werden können. Die Impfquoten variieren stark zwischen den BundeslĂ€ndern. In Bremen waren nur 32,9 Prozent der MĂ€dchen vollstĂ€ndig geimpft, wĂ€hrend sie in Sachsen-Anhalt mit 65,7 Prozent fast doppelt so hoch lag. Die Impfquote bei Jungen ist ebenfalls niedrig. Nur 30 Prozent der Jungen waren vollstĂ€ndig geimpft, wĂ€hrend 40 Prozent mindestens eine Impfung erhalten hatten. Seit 2018 wird die HPV-Impfung auch fĂŒr Jungen empfohlen, um HerdenimmunitĂ€t zu erreichen und sie vor bestimmten Krebsarten zu schĂŒtzen.


