Iran, Proteste

Proteste im Iran dauern an - Mindestens 65 Tote

10.01.2026 - 12:38:36

Die Proteste im Iran dauern an - und die Informationslage ist angesichts abgeschalteter Internet- und Telefonverbindungen weiterhin unĂŒbersichtlich.Die Menschenrechtsorganisation "Human Rights Activists in Iran" (HRA) berichtet von mittlerweile mindestens 65 Toten, darunter 50 Protestler und 15 Polizisten oder Behördenvertreter.

Es seien Proteste in 180 StĂ€dten registriert worden, hieß es.

In den Protesten soll es demnach weiterhin unter anderem um den Wertverfall der LandeswÀhrung und Schwierigkeiten bei der Deckung des tÀglichen Bedarfs gehen. Viele Proteste finden am spÀten Abend statt, auch in Wohngebieten und von DÀchern sollen Sprechchöre zu hören sein.

Die Behörden reagieren nach Angaben von Menschenrechtlern mit Hausdurchsuchungen und Verhaftungen als Mittel der Abschreckung und EinschĂŒchterung, bei manchen Versammlungen sollen auch SchĂŒsse zu hören sein. Laut Menschenrechtlern sind 2.311 Festnahmen gezĂ€hlt worden - die tatsĂ€chliche Zahl könnte weitaus höher sein.

Zu den Teheraner Stadtteilen, in denen am dreizehnten Tag protestiert wurde, gehörten Chitgar, Moshiriyeh, Punak, Ashrafi Esfahani, Qeytarieh, der Westliche Ferdows Boulevard, Tehranpars, Rahahan Town (Eisenbahnviertel) und die Moqaddas-Ardabili-Straße. Neben Teheran deuten Berichte auch auf Proteste in den StĂ€dten Maschhad, TĂ€bris, Schiras, Abhar, Zahedan und Karaj hin. Auch von 35 UniversitĂ€ten werden Proteste gemeldet.

Die BBC zitierte unterdessen in einem Bericht am Samstag mehrere Ärzte aus dem Iran, die mitteilte, ihre KrankenhĂ€user seien angesichts einer hohen Zahl von Verletzten ĂŒberlastet.

Am 28. Dezember hatte die aktuelle Protestwelle in Teheran begonnen, Auslöser war der Zusammenbruch der iranischen WÀhrung. Auf den internationalen DevisenmÀrkten ist der Iranische Rial mittlerweile praktisch wertlos geworden.

@ dts-nachrichtenagentur.de