Gewalttaten gegen EinsatzkrÀfte weiter auf hohem Niveau
29.12.2025 - 12:40:09Insgesamt wurden 106.875 Polizisten Opfer einer gegen sie gerichteten Gewalttat. Dies sind 1.167 betroffene Beamte mehr als im Jahr zuvor, was einem Anstieg um 1,1 Prozent entspricht. Bei Gewalttaten gegen sonstige RettungskrĂ€fte - dies sind insbesondere BeschĂ€ftigte von Rettungsdiensten und Technischem Hilfswerk (THW) - wurden die höchsten Opferzahlen seit 2018 festgehalten (2.916 Opfer). 87,0 Prozent der PolizeikrĂ€fte, die Opfer von Gewalttaten wurden, waren von Widerstandshandlungen und tĂ€tlichen Angriffen betroffen. Der gröĂte prozentuale Anstieg innerhalb der Gewalttaten gegen PolizeikrĂ€fte ist bei Bedrohung (+2,1 Prozent) festzustellen (2024: 3.933 FĂ€lle; 2023: 3.851 FĂ€lle). In GroĂstĂ€dten ist die Gewalt gegen PVB deutlich erhöht. Obwohl in StĂ€dten mit 500.000 und mehr Einwohnern lediglich 17,5 Prozent der bundesweiten Bevölkerung leben, wurden dort 31,1 Prozent (2023: 30,2 Prozent) aller 2024 in Deutschland erfassten Gewalttaten mit Opfern PVB begangen. Im Vergleich zum Vorjahr stagnieren die Fallzahlen der gefĂ€hrlichen und schweren Körperverletzung (-0,2 Prozent; 2024: 1.258 FĂ€lle; 2023: 1260 FĂ€lle). Die Fallzahlen der vorsĂ€tzlichen einfachen Körperverletzung sind um 4,2 Prozent auf 922 FĂ€lle zurĂŒckgegangen (2023: 962 FĂ€lle). Die Anzahl der Tötungsdelikte ging auf 34 zurĂŒck (2023: 40), wobei 33 FĂ€lle im Versuchsstadium blieben. Bei dem einen vollendeten Delikt handelt es sich um den Mord an einem Polizeibeamten in Mannheim. Die Zahl der TatverdĂ€chtigen bei Gewalttaten mit Opfererfassung PVB ist um 1,1 Prozent zurĂŒckgegangen, sodass im Jahr 2024 38.212 TatverdĂ€chtige erfasst wurden (2023: 38.630). Die TatverdĂ€chtigen waren meistens mĂ€nnlich (83,1 Prozent) und ĂŒber 25 Jahre alt (75,0 Prozent). Sie waren in der Regel allein handelnd (95,9 Prozent), oft polizeilich bekannt (75,8 Prozent) und fast jeder Zweite stand unter Alkoholeinfluss (48,6 Prozent). Der Anteil der nichtdeutschen TatverdĂ€chtigen stieg von 33,6 Prozent auf 34,9 Prozent an. Ein Messerangriff lag in 401 FĂ€llen der versuchten und vollendeten Gewalttaten mit Opfererfassung PVB vor. Der Anteil an Gewalttaten gegen PVB mit dem Tatmittel Messer betrug 0,9 Prozent. Das Bundeslagebild enthĂ€lt zudem Daten zu Rettungsdienst- und FeuerwehrkrĂ€ften, die im Einsatz von Gewalttaten betroffen waren. Mit 683 FĂ€llen (-0,6 Prozent) und 1.012 Opfern (-5,3 Prozent) bei der Feuerwehr sowie 2.042 FĂ€llen (-0,4 Prozent) bei sonstigen RettungskrĂ€ften blieben die Zahlen nahezu konstant. Mit 2.916 Opfern (+0,5 Prozent) wurde 2024 bezogen auf den Zeitraum seit 2018 der höchste Wert bei den sonstigen RettungskrĂ€ften erfasst. @ dts-nachrichtenagentur.de
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