Millionenbetrag, Umsatzsteuerkarussell

Millionenbetrag aus Umsatzsteuerkarussell in Frankfurt gesichert

14.04.2025 - 11:19:53

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main hat ĂŒber eine Million Euro aus einem Umsatzsteuerkarussell gesichert.

Damit sei ein hoher Steuerschaden verhindert worden, teilte die Behörde am Montag mit. In einem Verfahren gegen einen vermeintlichen LuxusfahrzeughĂ€ndler, der sich als Briefkastenfirma entpuppte, konnten demnach durch die Zusammenarbeit mit der Commerzbank, dem Finanzamt und dem PolizeiprĂ€sidium Westhessen erhebliche finanzielle Mittel gesichert werden. Die Commerzbank hatte die Behörden ĂŒber bevorstehende Überweisungen fĂŒr zwei Luxusfahrzeuge im Wert von jeweils etwa 500.000 Euro ins Ausland informiert. Das vorhandene Geld konnte daraufhin eingefroren und ein Vermögensarrest in Höhe von ĂŒber einer Million Euro beim Amtsgericht Frankfurt am Main erwirkt werden.

Der Betrag steht nun vollstĂ€ndig den Finanzbehörden zur VerfĂŒgung. Die Ermittlungen dauern an. Die beschuldigte Firma soll im Rahmen des Umsatzsteuerkarussells Luxuskraftfahrzeuge, darunter Marken wie Mercedes-Benz und Rolls-Royce, gehandelt haben. Die TĂ€ter nutzen dabei die Besonderheiten im Handel zwischen EU-LĂ€ndern, um sich Vorsteuern vom Finanzamt zurĂŒckzuholen, ohne die anfallende Umsatzsteuer zu zahlen. Der Fiskus bleibt in solchen FĂ€llen oft auf der Steuerschuld sitzen. Die Firma soll innerhalb des Umsatzsteuerkarussells Luxuskraftfahrzeuge ge- und verkauft haben. Aufgrund von Besonderheiten im Handel zwischen EU-LĂ€ndern erhalten die TĂ€ter durch den schnellen Kauf und Verkauf von und an auslĂ€ndische Firmen des Karussells Vorsteuern vom Finanzamt zurĂŒck, ohne aber die entsprechend anfallende Umsatzsteuer in Höhe von 19 Prozent zu zahlen. Die TĂ€ter legen es darauf an, dass die Steuerbehörde erst spĂ€ter merkt, dass die umsatzsteuerpflichtige Firma nur eine Briefkastenfirma ist und der GeschĂ€ftsfĂŒhrer ein Strohmann, der sich mit dem Geld absetzt. Der Fiskus bleibt in diesen FĂ€llen auf der Steuerschuld sitzen.

@ dts-nachrichtenagentur.de