EU, Religion

EuropĂ€ische Bischöfe fordern mehr Engagement fĂŒr den Kontinent

13.02.2026 - 00:01:00

Die Vorsitzenden von vier europĂ€ischen Bischofskonferenzen richten sich mit einem eindringlichen Europa-Appell an die Öffentlichkeit: "Die Welt braucht Europa", heißt es in dem Text, der an diesem Freitag zeitgleich in vier Sprachen veröffentlicht werden soll und ĂŒber den die "SĂŒddeutsche Zeitung" berichtet.

Sie ist eine Aufforderung an die Christen in den europĂ€ischen LĂ€ndern, sich entschlossen fĂŒr ein geeintes, solidarisches und weltoffenes Europa einzusetzen.

Unterzeichnet haben das Schreiben die Vorsitzenden der Bischofskonferenzen der drei EU-GrĂŒndungsstaaten Italien, Frankreich und Deutschland sowie Polens. "Wir leben in einer Welt, die von Kriegen und Gewalt zerrissen und polarisiert ist. Viele unserer MitbĂŒrger sind verĂ€ngstigt und orientierungslos. Die internationale Ordnung wird untergraben", schreiben die Vorsitzenden der jeweiligen Bischofskonferenzen, Kardinal Matteo Zuppi (Italien), Kardinal Jean-Marc Aveline (Frankreich), Bischof Georg BĂ€tzing (Deutschland) und Erzbischof Tadeusz Wojda (Polen) in dem gemeinsamen Aufruf. "In dieser Situation muss Europa seine Seele wiederfinden, um der Welt seinen unverzichtbaren Beitrag zum `Gemeinwohl` anbieten zu können."

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges hĂ€tten sich katholische Laien fĂŒr Europa als gemeinsames Haus starkgemacht. Konkret erinnern die Bischöfe an die "christlichen GrĂŒndervĂ€ter Europas", den französischen Außenminister und Premierminister Robert Schuman, den deutschen Bundeskanzler Konrad Adenauer und Alcide De Gasperi, den ersten italienischen MinisterprĂ€sidenten. Ihr Ziel sei die "Verwirklichung einer versöhnten Gesellschaft" gewesen.

Europa dĂŒrfe sich nicht alleine auf einen Wirtschafts- und Finanzmarkt reduzieren, da sonst die ursprĂŒngliche Intuition der GrĂŒndervĂ€ter verfehlt wĂŒrde. "Die Welt braucht Europa." Diese Dringlichkeit mĂŒssten die Christen verinnerlichen, um sich entschlossen fĂŒr die Zukunft Europas einsetzen zu können. "Im Namen ihres Glaubens sind die Christen eingeladen, mit allen Bewohnern des europĂ€ischen Kontinents ihre Hoffnung auf eine universelle BrĂŒderlichkeit zu teilen." @ dts-nachrichtenagentur.de

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