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Mehrheit befĂŒrwortet Idee einer gemeinsamen europĂ€ischen Armee

05.06.2023 - 17:04:04

Eine Mehrheit (53 Prozent) der Deutschen fÀnde es gut, wenn es eine gemeinsame Armee der EU- Staaten gÀbe.

Das hat eine Umfrage von Infratest unter 1.302 Wahlberechtigten fĂŒr den ARD-"Deutschlandtrend" ergeben. Ein Drittel der Befragten (32 Prozent) lehnt die Idee einer europĂ€ischen Armee demnach aktuell ab.

Im Vorfeld der Europawahl im Mai 2019 waren es noch 62 Prozent, die gemeinsame StreitkrĂ€fte befĂŒrworteten. Damals trauten sich aber auch insgesamt mehr BĂŒrger ein Urteil in dieser Frage zu. Unter den BefĂŒrwortern einer gemeinsamen Armee dominiert aktuell die Haltung, die nationalen Armeen wie die Bundeswehr sollten daneben auch weiter bestehen bleiben. 62 Prozent der BefĂŒrworter sind dieser Ansicht. Jeder dritte UnterstĂŒtzer (34 Prozent) ist indes der Meinung, eine mögliche gemeinsame Armee sollte die nationalen Armeen ersetzen. Unterdessen ist der Blick auf die deutsche EU-Mitgliedschaft unter den Wahlberechtigten in Deutschland in den vergangenen Jahren kritischer geworden. Eine relative Mehrheit von 38 Prozent sagt aktuell, die europĂ€ischen LĂ€nder sollten wieder stĂ€rker allein handeln und ZustĂ€ndigkeiten von der EU zurĂŒckholen (+16 im Vgl. zu Juli 2020). Nur noch ein Drittel (34 Prozent) wĂŒnscht sich im Gegenteil, dass die europĂ€ischen LĂ€nder ihre Zusammenarbeit in den kommenden Jahren vertiefen und weitere ZustĂ€ndigkeiten an die EU abgeben (-20). Vor knapp drei Jahren sagte das noch eine absolute Mehrheit. Jeder FĂŒnfte (20 Prozent) wĂŒrde an der Zusammenarbeit der EU-LĂ€nder derzeit nichts Wesentliches Ă€ndern (+1). Die HĂ€lfte der Deutschen (52 Prozent) ist unterdessen der Meinung, dass die Ukraine langfristig in die EuropĂ€ische Union aufgenommen werden sollte. Damit ist die UnterstĂŒtzung der Deutschen in dieser Frage zuletzt leicht zurĂŒckgegangen (-6 im Vgl. zu Februar). 37 Prozent teilen die Aussage zu einem langfristigen EU-Beitritt der Ukraine derzeit nicht. Die Ukraine ist seit dem Sommer 2022 offizieller Beitrittskandidat der EuropĂ€ischen Union. EU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen wies bei einem Besuch in Kiew im Mai allerdings darauf hin, dass weitere Reformanstrengungen nötig seien.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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