News, EuropĂƒÂƒĂ‚Â€ische Investitionsbank (EIB)

EU-Klimaschutzprogramme erfordern Kapitalerhöhung der EuropÀischen Investitionsbank (EIB)

27.09.2020 - 16:17:28

Die EU-Mitgliedsstaaten sollen zur Refinanzierung der europÀischen Klimaprogramme ihre Kapitaleinlagen in der EuropÀischen Investitionsbank erhöhen.

Zur Finanzierung der forcierten EU-Klimaprogramme benötigt die EuropĂ€ische Investitionsbank (EIB) eine Aufstockung des Eigenkapitals. Dies gab der PrĂ€sident der EIB, Werner Hoyer, in einem Interview mit dem „Tagesspiegel“ bekannt. Die neuen Zielsetzungen der Kommission beim Klimaschutz verlangen eine Ausweitung der Projektfinanzierung durch die EIB. Dies kann nur durch eine deutliche Erhöhung des Eigenkapitals der Anteilseigner erreicht werden. Hoyer ruft daher die 27 Mitgliedsstaaten der EU zu einer entsprechenden Kapitalerhöhung auf.
Derzeit verfĂŒgt die EIB ĂŒber ein Eigenkapital in der Höhe von 250 Milliarden Euro. Unsere GeschĂ€ftspolitik hat uns zu einem ausgesprochen positiven Standing auf den internationalen FinanzmĂ€rkten verholfen, was sich im Rating unseres Instituts niederschlĂ€gt, betont der EIB-PrĂ€sident. Eine Ausweitung der KredittĂ€tigkeit ohne eine gleichzeitige Aufstockung des Eigenkapitals wĂŒrde zu einem Vertrauensverlust auf den FinanzmĂ€rkten fĂŒhren. Wenn wir unsere Investitionskredite ĂŒber die derzeit geltende Marche von einer Billion Euro bis zum Jahr 2030 ausdehnen, riskieren wir die solide Basis unserer Geldpolitik.
Die Initiative von KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen fĂŒr eine deutliche VerschĂ€rfung der EU-Klimaziele findet die volle UnterstĂŒtzung des EU-Bankers. Die EU sollte in der Klimapolitik eine Vorreiterrolle einnehmen und den Aufbau einer klimaneutralen Wirtschaft energisch in Angriff nehmen, befindet Hoyer. Aber die Mitgliedsstaaten mĂŒssen jetzt mitziehen und ihr Engagement innerhalb der EIB anpassen.
Zu den Projekten, die durch die EIB im Nicht-EU-Ausland gefördert werden, gehört der Aufbau einer Infrastruktur zur Wasserstoffproduktion. Dies fĂŒhrt in den ErzeugerlĂ€ndern zu einem technologischen und wirtschaftlichen Schub und die EU ist fĂŒr die Umsetzung ihrer Ziele auf die effektivere Produktion angewiesen. Dies ist fĂŒr beide Seiten profitabel und nachhaltig. Der EIB-PrĂ€sident warnt allerdings vor einer VernachlĂ€ssigung der sozialen Aspekte des wirtschaftlichen Strukturwandels. Wir mĂŒssen die Menschen mitnehmen und ihnen auch ein Perspektive bieten, sonst wird es ĂŒber kurz oder lang zu gesellschaftlichen Konflikten fĂŒhren. Wir mĂŒssen den Wandel gestalten. Auch hierfĂŒr brauchen wir Investitionen und eine nachvollziehbare Strategie. Die EU-Kommission ist gefordert die Rahmenbedingungen setzen und die Strategie vorzugeben, betont Hoyer gegenĂŒber dem „Tagesspiegel“.

 

Redaktion ad-hoc-news.de, NeoMatrix

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