Bochumer, Studie

Bochumer Studie erklÀrt Misstrauen bei WahlauszÀhlungen

25.07.2025 - 11:19:02

Forscher der Ruhr-UniversitĂ€t Bochum haben einen psychologischen Effekt identifiziert, der das Misstrauen gegenĂŒber Wahlergebnissen erklĂ€ren soll.

Der sogenannte Cumulative Redundancy Bias fĂŒhre dazu, dass Menschen frĂŒhe Zwischenergebnisse ĂŒberbewerten, teilte das Team um Moritz Ingendahl am Freitag mit. Dies erklĂ€re, warum viele WĂ€hler bei spĂ€teren ErgebnisĂ€nderungen Betrug vermuteten. In sieben Studien mit Teilnehmern aus den USA und Großbritannien zeigte sich, dass Probanden den Kandidaten, der zunĂ€chst fĂŒhrte, auch nach einer Niederlage noch als Sieger wahrnahmen. Wurden die Ergebnisse in umgekehrter Reihenfolge prĂ€sentiert, kehrte sich dieser Effekt um.

Besonders deutlich zeigte sich dies bei der Analyse der US-Wahlen 2020, bei denen Donald Trump zunĂ€chst in FĂŒhrung lag. Die Forscher schlagen vor, Wahlergebnisse erst nach vollstĂ€ndiger AuszĂ€hlung zu veröffentlichen, um das Vertrauen in demokratische Prozesse zu stĂ€rken. Zudem empfehlen sie bessere AufklĂ€rung ĂŒber typische VerlĂ€ufe von StimmenauszĂ€hlungen. Die Studie erschien im Fachjournal Psychological Science.

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