Ministerium: Hitzewelle fordert im Saarland viele Todesopfer
03.07.2026 - 21:11:07 | dts-nachrichtenagentur.deSeib Ministerium hatte eine eigene Erhebung gestartet, um sich einen Ăberblick ĂŒber hitzebedingte Einlieferungen in KrankenhĂ€user sowie TodesfĂ€lle, die in Zusammenhang mit der Hitzewelle am vergangenen Wochenende stehen könnten, zu verschaffen. Neben einer möglichen SchĂ€tzung der Todesfallzahlen hat sich demnach bei der Auswertung der Zahlen vom vergangenen Wochenende gezeigt, dass Menschen mit hitzebedingten Beschwerden ĂŒberwiegend aus dem hĂ€uslichen Umfeld in KrankenhĂ€user eingeliefert wurden. Nur ein kleiner Teil wurde aus der stationĂ€ren Pflege in KrankenhĂ€user verlegt.
"Wie viele Menschen genau aufgrund der Hitze gestorben sind, lĂ€sst sich nicht mit Sicherheit sagen, da Hitze in aller Regel nicht als Todesursache dokumentiert wird", so Jung. Nicht immer lasse sich genau feststellen, ob die Hitze unmittelbar zum Tod gefĂŒhrt habe oder ob es eine Kombination von Vorerkrankungen und Hitzeauswirkungen gewesen sei. Die Grenzen seien oft flieĂend.
"Klar ist: Die Hitzewelle vom vergangenen Wochenende war gleich in doppelter Hinsicht historisch fĂŒr das Saarland, aber auch deutschlandweit - was die Höhe der Temperaturen betrifft und was die LĂ€nge der Hitzeperiode betrifft", sagte Jung.
Damit das Saarland zukĂŒnftig noch besser fĂŒr potentielle Hitzewellen gerĂŒstet ist, benötige man "weitere Instrumente". Der Hitzeschutz mĂŒsse eine Ă€hnlich hohe Bedeutung haben wie der Brandschutz, so der Minister.
Im Saarland war am letzten Freitag an der Wetterstation SaarbrĂŒcken-Burbach mit 41,3 Grad der neue deutsche Hitzerekord aufgestellt und der bis dahin fast sieben Jahre geltende Höchstwert eingestellt worden. Schon am nĂ€chsten Tag wurde die Marke aber erneut an der Station Drewitz in Sachsen-Anhalt mit 41,8 Grad ĂŒbertroffen.
