GrĂŒne, LĂ€ndern

GrĂŒne aus den LĂ€ndern kritisieren schwarz-rote Finanzpolitik

11.04.2025 - 09:38:18 | dts-nachrichtenagentur.de

GrĂŒne Finanzpolitiker aus mehreren BundeslĂ€ndern haben den Koalitionsvertrag der neuen schwarz-roten Bundesregierung scharf kritisiert und warnen vor den finanziellen und politischen Folgen.

Söder, Merz, Klingbeil, Esken am 09.04.2025 - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Söder, Merz, Klingbeil, Esken am 09.04.2025 - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Die geplanten Maßnahmen, darunter die MĂŒtterrente, eine Mehrwertsteuersenkung in der Gastronomie sowie höhere Pendlerpauschalen, summierten sich zu milliardenschweren Belastungen ohne eine adĂ€quate Gegenfinanzierung. Besonders besorgniserregend sei, dass viele der im Koalitionsvertrag vorgesehenen Steuergeschenke direkt das Steueraufkommen minderten, an dem die LĂ€nder beteiligt seien. Damit belaste der Bund die LĂ€nderhaushalte, ohne sie in die Entscheidungen einzubeziehen, so der Vorwurf. Thomas von Gizycki, Haushaltsexperte der Brandenburger GrĂŒnen, hat an dem kritischen Papier mitgewirkt.

Er Ă€ußerte sich besorgt ĂŒber die Auswirkungen auf den Brandenburger Haushalt: "Diese Politik belastet den Brandenburger Haushalt zusĂ€tzlich. Steuergeschenke, finanziert mit Schulden, die andere ausbaden mĂŒssen. Es ist völlig inakzeptabel, dass der gerade erst gewonnene finanzielle Handlungsspielraum der LĂ€nder von 0,35 Prozent des BIP nun zur Finanzierung schwarz-roter Wahlgeschenke zweckentfremdet wird." Andrea LĂŒbcke, Landesvorsitzende der Brandenburger GrĂŒnen, bezeichnete die vorgelegte Finanzpolitik als unseriös. Sie erklĂ€rt: "Was Schwarz-Rot da vorlegt, ist kein verantwortungsvoller Staatshaushalt, sondern ein Wunschzettel auf Pump - und die LĂ€nder sollen dafĂŒr gerade stehen. Das ist finanzpolitisch unseriös und ein Affront gegenĂŒber den Prinzipien von Generationengerechtigkeit."

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