Hausarztdichte seit 2014 kaum verÀndert
Veröffentlicht am: 01.09.2025 um 08:08 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSNach Daten der BundesĂ€rztekammer gab es im Jahr 2024 insgesamt rund 66.100 HausĂ€rzte in Deutschland - das waren 3,4 Prozent mehr als zehn Jahre zuvor. Ihr Anteil an allen praktizierenden Ărzten betrug 15,1 Prozent. Ein groĂer Teil der HausĂ€rzte dĂŒrfte in den nĂ€chsten Jahren aus dem Berufsleben ausscheiden. Im Jahr 2024 waren nach Daten der BundesĂ€rztekammer rund 27.000 oder 40,8 Prozent aller HausĂ€rzte 60 Jahre oder Ă€lter - knapp jede oder jeder fĂŒnfte (18,5 Prozent) war Ă€lter als 65 Jahre. Dagegen waren lediglich 7,7 Prozent oder rund 5.100 HausĂ€rzte jĂŒnger als 40 Jahre. Besonders hoch ist der Anteil der mindestens 60-jĂ€hrigen HausĂ€rzte in Rheinland-Pfalz (48,0 Prozent), im Saarland (46,2 Prozent) und in Bremen (45,4 Prozent). Am niedrigsten war der Anteil dieser Altersgruppe hingegen in ThĂŒringen (31,5 Prozent), Sachsen-Anhalt (33,1 Prozent) und in Sachsen (33,2 Prozent). Der ĂŒberwiegende Teil der Hausarztpraxen wird von einem einzelnen Hausarzt geleitet: Laut der Kostenstrukturstatistik im medizinischen Bereich war die Einzelpraxis mit einem Anteil von 67,5 Prozent an allen Hausarztpraxen im Jahr 2023 die hĂ€ufigste Praxisform. DemgegenĂŒber waren rund ein Drittel (32,5 Prozent) Gemeinschaftspraxen. Bei den Facharztpraxen lag der Anteil der Gemeinschaftspraxen zwischen 11,8 Prozent (Fachgebiet Neurologie) und 60,4 Prozent (Radiologie). Hausarztpraxen bilden ein wichtiges Fundament der gesundheitlichen Versorgung: 2023 waren mehr als ein Drittel (36,7 Prozent) aller Arztpraxen hausĂ€rztliche Praxen. EinschlieĂlich des Inhabers waren in einer Hausarztpraxis durchschnittlich 7,8 Personen (2015: 7,1) beschĂ€ftigt. Mit 83,5 Prozent entfiel der ĂŒberwiegende Teil der Einnahmen der hausĂ€rztlichen Praxen auf Kassenabrechnungen - der Höchstwert verglichen mit anderen Fachrichtungen, so das Bundesamt weiter. Ăhnlich hoch lag der Anteil bei Praxen der Kinder- und Jugendmedizin (82,7 Prozent), dagegen deutlich niedriger bei Praxen des Fachgebietes Haut- und Geschlechtskrankheiten (44,3 Prozent) und Chirurgie, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, Neurochirurgie (45,7 Prozent). Aus Privatabrechnungen und sonstigen selbstĂ€ndigen Ă€rztlichen TĂ€tigkeiten resultierten 16,5 Prozent der Einnahmen der Hausarztpraxen.
