Integration, Asyl

Überrepräsentation syrischer und afghanischer Tatverdächtiger

08.12.2025 - 05:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

Im Bundeslagebild "Kriminalität im Kontext von Zuwanderung" für das Jahr 2024 werden syrische und afghanische Staatsangehörige bei mehreren Deliktsbereichen deutlich überproportional als Tatverdächtige erfasst.

Polizei (Archiv) - Foto: über dts Nachrichtenagentur
Das berichtet die "Bild" unter Berufung auf Zahlen, die für die jährliche Lagebewertung zusammengestellt wurden. Besonders groß sind die Unterschiede bei Gewaltdelikten. Demnach wurden 163 Tatverdächtige pro 100.000 Einwohner unter Deutschen registriert.

Bei Syrern lag der Wert bei 1.740 Tatverdächtigen pro 100.000, bei Afghanen bei 1.722. Auch in weiteren Bereichen - darunter Sexual- und Rauschgiftdelikte - weist das Lagebild laut der "Bild" erhöhte Tatverdächtigenkonzentrationen bei diesen Gruppen aus. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) kündigte mit Blick auf die Entwicklung migrationspolitische Konsequenzen an. Er sagte der "Bild": "Wer sich in Deutschland integrieren will, hier arbeitet, seinen Lebensunterhalt selbst verdient und unsere Regeln respektiert, ist willkommen. Aber wer sich unserer Gesellschaft entzieht, kriminell ist und eine Bedrohung für die Sicherheit der Menschen ist, hat keinen Anspruch, in Deutschland zu bleiben. Deshalb bereiten wir Rückführungen nach Afghanistan und Syrien vor, um Straftäter und Gefährder abzuschieben."

news | 68411944 |

Weitere Meldungen

Regierungsberater geht in Syrien-Debatte auf Distanz zu Merz Der Vorsitzende des Sachverständigenrats für Integration und Migration, Winfried Kluth, sieht die Rückkehrpläne von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) für syrische Geflüchtete kritisch. (Politik, 31.03.2026 - 12:13) weiterlesen...

Merz-Aussage zur Ausreise von Syrern stößt auf Kritik Die Äußerungen von Kanzler Friedrich Merz (CDU) zur Rückkehr von 80 Prozent der in Deutschland lebenden Syrer stoßen in der Koalition auf deutliche Kritik. (Politik, 31.03.2026 - 06:43) weiterlesen...

Rückkehr von Syrern: Amtsberg kritisiert Merz scharf Luise Amtsberg, Mitglied im Auswärtigen Ausschuss und Berichterstatterin der Grünen zu Syrien und Nahost, hat die Einschätzung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zu einer Rückkehr des Großteils syrischer Geflüchteter scharf zurückgewiesen."Die Aussage von Friedrich Merz, dass innerhalb der nächsten drei Jahre `rund 80 Prozent` der in Deutschland lebenden Syrerinnen und Syrer in ihr Herkunftsland zurückkehren sollen, ist nicht nur realitätsfern, sondern zynisch", sagte Amtsberg den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagsausgaben). (Politik, 31.03.2026 - 01:00) weiterlesen...

Linke fordert bundesweiten Abschiebestopp für Syrien Angesichts des Besuchs von Syriens Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa in Berlin hat die Linke vor Abschiebungen nach Syrien gewarnt. (Politik, 30.03.2026 - 13:17) weiterlesen...

Kaddor sieht keine Bleibeperspektive für nicht integrierte Syrer Die Grünen-Politikerin Lamya Kaddor sieht im Vorfeld des Besuchs des syrischen Präsidenten Ahmed al-Scharaa in Berlin keine Bleibeperspektive für nicht integrierte Syrer in Deutschland."Wer sich aktiv gegen unser Land stellt, nicht arbeitet, kein Deutsch spricht, der muss auch nicht hierbleiben", sagte Kaddor dem Nachrichtenmagazin Focus. (Politik, 29.03.2026 - 17:04) weiterlesen...

Dobrindt verteidigt seine Migrationspolitik Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat sich scharf von der Migrationspolitik unter Kanzlerin Angela Merkel abgegrenzt."Ich mache eine bürgerliche Migrationspolitik, die sich klar von der Merkel-Ära unterscheidet und die Migration neu ordnet - nicht nur in Deutschland, sondern in Europa", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". (Politik, 28.03.2026 - 09:00) weiterlesen...