Zahl der stationÀren Krebsbehandlungen 2022 auf neuem Tiefstand
02.02.2024 - 08:12:12Die Zahl der stationĂ€ren Krankenhausbehandlungen insgesamt blieb im selben Zeitraum nahezu konstant (+0,3 Prozent). Krebs war auch im Jahr 2022 der vierthĂ€ufigste Grund fĂŒr einen Krankenhausaufenthalt: Acht Prozent aller stationĂ€ren Behandlungen waren auf eine Krebserkrankung zurĂŒckzufĂŒhren. HĂ€ufiger wurden nur Krankheiten des Kreislaufsystems (15 Prozent), Verletzungen, Vergiftungen und andere Folgen Ă€uĂerer Ursachen (zehn Prozent) und Krankheiten des Verdauungssystems (zehn Prozent) stationĂ€r behandelt. Besonders hĂ€ufig werden Menschen im Alter von 60 bis 79 Jahren wegen Krebs im Krankenhaus behandelt. Mehr als die HĂ€lfte (54 Prozent) aller Krebspatienten war 2022 in dieser Altersgruppe. Ein FĂŒnftel (20 Prozent) war im Alter von 40 bis 59 Jahren, weitere 20 Prozent waren 80 Jahre oder Ă€lter. JĂŒngere Menschen werden deutlich seltener aufgrund einer Krebserkrankung behandelt: Nur fĂŒnf Prozent der Krebspatienten waren unter 40 Jahre alt. Von allen Krebspatienten 2022 wurden diejenigen mit der Diagnose Lungen- und Bronchialkrebs (zwölf Prozent), Darmkrebs (zehn Prozent), Brustkrebs (neun Prozent), Hautkrebs (acht Prozent) und Harnblasenkrebs (sieben Prozent) am hĂ€ufigsten im Krankenhaus versorgt. Unter den weitverbreiteten Krebserkrankungen gingen die stationĂ€ren Behandlungen von Lungen- und Bronchialkrebs gegenĂŒber dem Vorjahr am deutlichsten zurĂŒck (-4 Prozent). Eine Ausnahme bilden die Krankenhausaufenthalte aufgrund von Hautkrebs: Diese nahmen im selben Zeitraum um drei Prozent zu. Mit verbesserter PrĂ€vention, Vorsorge und Behandlung bei Krebserkrankungen steigen auch die Heilungschancen. Zwar ist die Zahl der TodesfĂ€lle mit der Ursache Krebs binnen 20 Jahren gestiegen: Im Jahr 2022 starben gut 231.500 Menschen an den Folgen von Krebs, 2002 waren es rund 210.000; der Anstieg dĂŒrfte im Allgemeinen jedoch auch auf die Alterung der Bevölkerung zurĂŒckzufĂŒhren sein. Der Anteil der an Krebs Verstorbenen an den TodesfĂ€llen insgesamt ist im selben Zeitraum dagegen gesunken: von 25 Prozent im Jahr 2002 auf 22 Prozent im Jahr 2022. Krebs blieb auch im Jahr 2022 die zweithĂ€ufigste Todesursache, nur an Krankheiten des Kreislaufsystems starben mehr Menschen (358.200 oder 34 Prozent aller TodesfĂ€lle). 54 Prozent der an Krebs Verstorbenen waren MĂ€nner, 46 Prozent Frauen. Bei Menschen im Alter von 40 bis 74 Jahren war Krebs die hĂ€ufigste Todesursache: Mehr als jeder dritte Todesfall (35 Prozent) in dieser Altersgruppe war die Folge von Krebserkrankungen. Die hĂ€ufigste krebsbedingte Todesursache war wie in den Vorjahren Lungen- und Bronchialkrebs mit gut 45.200 TodesfĂ€llen. Diese Krebserkrankung allein war somit fĂŒr ein FĂŒnftel der krebsbedingten TodesfĂ€lle oder gut vier Prozent der TodesfĂ€lle insgesamt im Jahr 2022 ursĂ€chlich. Zu den hĂ€ufigsten krebsbedingten Todesursachen zĂ€hlten zudem Darmkrebs (24.300 TodesfĂ€lle), BauchspeicheldrĂŒsenkrebs (19.200), Brustkrebs (19.100) und Prostatakrebs (15.600), so die Statistiker.


