Zahl der AlkoholunfÀlle wieder etwas gesunken
05.07.2024 - 08:22:21Bei 2,2 Millionen UnfĂ€llen blieb es bei Sachschaden, bei rund 292.000 VerkehrsunfĂ€llen wurden Menschen verletzt oder getötet. Einen hohen Anstieg mit 5,2 Prozent gab es bei den SachschadensunfĂ€llen; bei UnfĂ€llen mit Personenschaden betrug der Zuwachs 0,8 Prozent. Besonderes Interesse gilt der Entwicklung von UnfĂ€llen, bei denen mindestens eine unfallbeteiligte Person alkoholisiert war. Ihre Zahl schwankte von 2014 bis 2019 jĂ€hrlich zwischen 34.000 und 36.000 UnfĂ€llen und sank in den Jahren der Corona-Pandemie 2020 und 2021 auf unter 33.000 UnfĂ€lle pro Jahr. Im Jahr 2022 registrierte die Polizei 38.771 AlkoholunfĂ€lle, 2023 waren es 37.172. Die Zahl der AlkoholunfĂ€lle sank damit 2023 gegenĂŒber dem Vorjahr um 4,1 Prozent, lag aber ĂŒber dem Niveau der Jahre 2014 bis 2021. Innerorts lag die Zahl der UnfĂ€lle mit Personenschaden 2023 ebenso wie im Vorjahr bei rund 203.000. Auf LandstraĂen stieg ihre Zahl um 1,2 Prozent auf knapp 70.000. Deutlich gestiegen ist die Zahl der UnfĂ€lle mit Personenschaden auf Autobahnen, und zwar um 7,5 Prozent auf 19.000 UnfĂ€lle. Mit fast 70 Prozent ereigneten sich 2023 damit die meisten UnfĂ€lle mit Personenschaden innerhalb von Ortschaften. Auf LandstraĂen entfielen rund 24 Prozent und auf Autobahnen knapp sieben Prozent dieser UnfĂ€lle. Allerdings haben UnfĂ€lle auf StraĂen auĂerhalb von Ortschaften unter anderem wegen der höheren Fahrgeschwindigkeiten oft schlimmere Folgen als auf StraĂen innerorts. Auf LandstraĂen kommen weitere Risikofaktoren wie die fehlende Trennung zum Gegenverkehr, schlechte Ăberholmöglichkeiten oder ungeschĂŒtzte Hindernisse wie BĂ€ume neben der Fahrbahn hinzu. Dies zeigt auch die Zahl der Verkehrstoten: Innerorts kamen nahezu 32 Prozent der bei UnfĂ€llen im StraĂenverkehr Getöteten ums Leben, auf LandstraĂen waren es knapp 58 Prozent und auf Autobahnen knapp elf Prozent. Infolge von UnfĂ€llen auf LandstraĂen starben im Jahr 2023 insgesamt 1.635 Personen. Die meisten von ihnen waren Pkw-Insassen (54 Prozent oder 879 Getötete), gefolgt von Menschen auf KraftrĂ€dern wie Mofas, MotorrĂ€dern und -rollern (25 Prozent oder 403 Getötete). 189 oder zwölf Prozent der auf LandstraĂen tödlich VerunglĂŒckten waren mit dem Fahrrad unterwegs. Im Gegensatz zum Innerortsverkehr starben auf LandstraĂen mehr Menschen, die mit einem Pedelec unterwegs waren, als mit einem Fahrrad ohne Elektroantrieb (100 beziehungsweise 89 Getötete). Rund ein Drittel aller Verkehrstoten auf LandstraĂen (33 Prozent oder 535 Getötete) kamen bei UnfĂ€llen ums Leben, bei denen mindestens eine beteiligte Person die zulĂ€ssige Höchstgeschwindigkeit ĂŒberschritten hatte oder fĂŒr die StraĂen- oder WitterungsverhĂ€ltnisse zu schnell fuhr. Auf Autobahnen starben 302 Menschen im Jahr 2023. Darunter waren 162 Pkw-Insassen und 74 Insassen von GĂŒterkraftfahrzeugen (zum Beispiel Lkw, Sattelzugmaschinen oder Kleintransportern), so die Statistiker. Auch auf Autobahnen ist zu schnelles Fahren eine der Hauptunfallursachen. Bei GeschwindigkeitsunfĂ€llen auf Autobahnen starben 130 Menschen, das entspricht 43 Prozent aller bei UnfĂ€llen auf Autobahnen Getöteten. Innerhalb von Ortschaften findet der gröĂte Teil des Rad- und FuĂgĂ€ngerverkehrs statt. Dies wirkt sich auf die Unfallzahlen aus: Im Jahr 2023 starben innerorts 902 Menschen. 66 Prozent von ihnen waren mit einem Fahrrad mit und ohne Elektroantrieb (257 Menschen) oder zu FuĂ (335) unterwegs. Nur 17 Prozent beziehungsweise 151 der Getöteten waren Pkw-Insassen. Rund ein Drittel der innerorts auf FahrrĂ€dern Getöteten war mit dem Pedelec unterwegs, zwei Drittel mit einem Fahrrad ohne Elektroantrieb (167 beziehungsweise 90 Menschen). Auch E-Scooter-UnfĂ€lle sind ein ĂŒberwiegend innerörtliches PhĂ€nomen: 16 der insgesamt 21 Menschen, die im Jahr 2023 mit dem E-Scooter tödlich verunglĂŒckten, kamen innerhalb geschlossener Ortschaften ums Leben. Ihr Anteil an den innerorts Getöteten insgesamt blieb mit 1,8 Prozent vergleichsweise gering. 1.192 Personen kamen im Jahr 2023 in einem Pkw ums Leben, das waren 42,0 Prozent aller Verkehrstoten. 550 Menschen verunglĂŒckten auf einem Kraftrad tödlich (19,4 Prozent aller Verkehrstoten), 446 mit dem Fahrrad (15,7 Prozent) und 437 waren zu FuĂ unterwegs (15,4 Prozent). Unter den getöteten Fahrradnutzern waren 190 mit einem Pedelec unterwegs. 115 Getötete (4,1 Prozent aller Verkehrstoten) waren Insassen eines GĂŒterkraftfahrzeugs. GegenĂŒber 2022 sank die Zahl der auf FahrrĂ€dern Getöteten um 28 oder 5,9 Prozent, bei FuĂgĂ€ngern waren es dagegen 69 oder 18,8 Prozent mehr. Die Zahl der Menschen, die in einem Pkw oder auf einem Kraftrad ums Leben kamen, blieb nahezu unverĂ€ndert. In den Jahren von 2010 bis 2023 ging die Zahl der Verkehrstoten insgesamt um 22,2 Prozent zurĂŒck. Allerdings gibt es deutliche Unterschiede: WĂ€hrend die Zahl der getöteten Pkw-Insassen um 35,2 Prozent zurĂŒckging, stieg die Zahl der auf FahrrĂ€dern Getöteten um 17,1 Prozent. Bei Menschen, die mit einem Kraftrad oder zu FuĂ unterwegs waren, wurden 22,4 Prozent beziehungsweise 8,2 Prozent weniger Getötete gezĂ€hlt.


