FahrradunfÀlle, Pedelec-Nutzer

Mehr tödliche FahrradunfÀlle - Pedelec-Nutzer besonders betroffen

24.04.2025 - 08:13:19

Im Jahr 2024 ist jeder sechste (16,0 Prozent) im Straßenverkehr Getötete in Deutschland mit dem Fahrrad unterwegs gewesen.

Insgesamt starben im vergangenen Jahr 441 Radfahrer bei einem Unfall, darunter 192 mit einem Pedelec, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag mit. Die Zahl der getöteten Radfahrer insgesamt ist gegenĂŒber 2014 um 11,4 Prozent gestiegen. Der Anstieg ist vor allem auf die steigende Zahl an getöteten Pedelec-Nutzern zurĂŒckzufĂŒhren (2014: 39 Getötete).

Dagegen lag die Zahl der Verkehrstoten insgesamt im Jahr 2024 um 22,4 Prozent niedriger als zehn Jahre zuvor. Ältere Radfahrer sind im Straßenverkehr besonders gefĂ€hrdet. Unter den tödlich verletzten Fahrradfahrern waren 2024 knapp zwei Drittel (63,5 Prozent) 65 Jahre oder Ă€lter. WĂ€hrend der entsprechende Anteil von verunglĂŒckten Senioren mit FahrrĂ€dern ohne Hilfsmotor bei 59,4 Prozent lag, waren 68,8 Prozent der getöteten Pedelec-Fahrer 65 Jahre oder Ă€lter. An einem Großteil (67,7 Prozent) der 92.882 FahrradunfĂ€lle mit Personenschaden war ein zweiter Verkehrsteilnehmer beteiligt. In 70,7 Prozent der FĂ€lle war dies ein Autofahrer (44.424 UnfĂ€lle). Fahrradfahrer, die in einen Unfall mit Personenschaden verwickelt waren, trugen insgesamt an rund der HĂ€lfte der UnfĂ€lle die Schuld (50,7 Prozent). Je nach Unfallgegner zeigen sich allerdings Unterschiede: Bei UnfĂ€llen mit FußgĂ€ngern wurde der Person auf dem Fahrrad hĂ€ufiger (57,0 Prozent) die Hauptschuld angelastet. Kollisionen mit KraftrĂ€dern wurden in der HĂ€lfte (50,2 Prozent) der FĂ€lle von den Radfahrern verschuldet. Waren Autofahrer beteiligt, trugen die Radfahrer nur in 24,7 Prozent der FĂ€lle die Hauptschuld. Bei FahrradunfĂ€llen mit GĂŒterkraftfahrzeugen lag der Anteil noch darunter: Nur zu 20,9 Prozent wurde die Hauptschuld bei dem Radler gesehen.

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