NRW

SPD schlĂ€gt im Investitionsstreit gegen die GrĂŒnen zurĂŒck

18.03.2026 - 23:11:22 | dts-nachrichtenagentur.de

Im Streit um die angebliche Zweckentfremdung von Infrastrukturmilliarden durch die Bundesregierung schlĂ€gt nun die SPD gegen die GrĂŒnen zurĂŒck.Der Erste Parlamentarische GeschĂ€ftsfĂŒhrer der SPD-Bundestagsfraktion, Dirk Wiese, beschuldigt die GrĂŒnen in NRW, auf Landesebene Investitionsgelder zweckentfremdet zu haben.

Dirk Wiese am 18.03.2026 - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Dirk Wiese am 18.03.2026 - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Schwarz-Rot im Bund habe sich hingegen nichts vorzuwerfen - anders als von den GrĂŒnen behauptet.

Im Nachrichtensender "Welt TV" sagte Wiese: "Ich teile die Kritik der GrĂŒnen in keinster Art und Weise. Die ZusĂ€tzlichkeit ist gegeben. Wir haben eine Investitionsquote von 10 Prozent im Kernhaushalt, so wie wir es auch gesetzgeberisch vereinbart haben, auch eingehalten. Von daher sollen die GrĂŒnen sich lieber die Frage stellen, warum in den BundeslĂ€ndern, wo sie mitregieren, Mittel zweckentfremdet werden. Das sind nĂ€mlich die einhundert Milliarden Euro, die den LĂ€ndern zur VerfĂŒgung gestellt werden. Und insbesondere in meinem Heimatbundesland Nordrhein-Westfalen nutzt die schwarz-grĂŒne Landesregierung die Mittel, um Haushaltslöcher zu stopfen. Wenn die GrĂŒnen mit dem Finger auf die Bundesregierung zeigen, dann zeigen vier Finger auf die GrĂŒnen zurĂŒck."

Die LĂ€nder bekĂ€men 100 Milliarden Euro, um in die Infrastruktur im Bundesland zu investieren. DarĂŒber verfĂŒgten die LĂ€nder auf unterschiedliche Art und Weise: "Einige BundeslĂ€nder, insbesondere SPD-gefĂŒhrte LĂ€nder, geben sehr viel Geld an die StĂ€dte und Gemeinden direkt weiter. Nordrhein-Westfalen wĂ€hlt einen anderen Weg. Sie geben nur 60 Prozent der Mittel direkt an die StĂ€dte und Gemeinden und machen Förderprogramme, die eigentlich schon im Haushalt drin gewesen sind. DafĂŒr nutzen sie jetzt die Gelder - sozusagen das, was sie aus Berlin bekommen - und nutzen das freiwerdende Geld fĂŒr den eigenen Haushalt. Das geht aus meiner Sicht nicht und dafĂŒr tragen auch die GrĂŒnen eine Verantwortung in Nordrhein-Westfalen."

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