Straßenverkehr, UnglĂŒcke

Mehr Radfahrer sterben im Straßenverkehr

27.04.2026 - 08:16:58 | dts-nachrichtenagentur.de

Im Zuge des E-Bike-Booms nutzen Menschen stÀrker das Fahrrad, um von A nach B zu gelangen.

FahrrÀder (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
FahrrÀder (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Das zeigt sich auch in den Unfallzahlen.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag mitteilte, war im Jahr 2025 nach vorlĂ€ufigen Ergebnissen jede sechste (16,4 Prozent) im Straßenverkehr getötete Person mit dem Fahrrad unterwegs.

Insgesamt starben im vergangenen Jahr 462 Radfahrer bei einem Unfall, darunter 217 mit einem Pedelec - umgangssprachlich auch als E-Bike bezeichnet. Die Zahl der getöteten Radfahrenden insgesamt ist damit gegenĂŒber dem Vorjahr um 3,8 Prozent gestiegen. Im Vergleich zu 2015 nahm sie um 20,6 Prozent zu. Der Anstieg ist auf die zunehmende Zahl von getöteten Pedelec-Nutzenden zurĂŒckzufĂŒhren (2024: 195 Getötete; 2015: 36 Getötete).

Zum Vergleich: Insgesamt war die Zahl der Verkehrstoten im letzten Jahr 1,8 Prozent höher als im Jahr 2024 und ging gegenĂŒber dem Jahr 2015 um 18,4 Prozent zurĂŒck.

Ältere Radfahrende sind im Straßenverkehr besonders gefĂ€hrdet. Im Jahr 2025 waren 61,5 Prozent der tödlich verunglĂŒckten Fahrradfahrer 65 Jahre und Ă€lter. WĂ€hrend der entsprechende Anteil bei tödlich VerunglĂŒckten mit FahrrĂ€dern ohne Hilfsmotor bei 56,3 Prozent lag, waren 67,3 Prozent der getöteten Pedelec-Fahrenden 65 Jahre oder Ă€lter.

An einem Großteil (66,5 Prozent) der 95.794 FahrradunfĂ€lle mit Personenschaden war ein zweiter Verkehrsteilnehmer beteiligt. In 69,8 Prozent der FĂ€lle war dies ein Autofahrer (44.463 UnfĂ€lle).

Knapp ein Drittel (31,1 Prozent) der FahrradunfĂ€lle mit Personenschaden sind AlleinunfĂ€lle, das heißt, es war kein anderes Fahrzeug beteiligt. Gab es einen Unfallgegner, trugen Fahrradfahrer an knapp drei von zehn dieser UnfĂ€lle mit Personenschaden die Hauptschuld (28,6 Prozent). Je nach Unfallgegner zeigen sich allerdings Unterschiede: Bei UnfĂ€llen mit FußgĂ€ngern wurde der Person auf dem Fahrrad hĂ€ufiger (58,1 Prozent) die Hauptschuld angelastet. Kollisionen mit KraftrĂ€dern wurden in der HĂ€lfte (54,7 Prozent) der FĂ€lle von den Radfahrern verschuldet. Waren Autofahrer beteiligt, trugen die Radfahrenden in 25,3 Prozent der FĂ€lle die Hauptschuld. Bei FahrradunfĂ€llen mit GĂŒterkraftfahrzeugen lag der Anteil noch darunter: Zu 21,4 Prozent wurde hier die Hauptschuld bei dem Radler gesehen.

Im Jahr 2025 gab es insgesamt 1.038 UnfĂ€lle mit Personenschaden, an denen eine Person zu Fuß und eine Person auf einem Pedelec beteiligt waren. Bei weiteren 3.399 UnfĂ€llen war jeweils eine Person zu Fuß und eine Person auf einem Fahrrad ohne Hilfsmotor beteiligt. Dabei kam es bei den Pedelec-UnfĂ€llen etwas hĂ€ufiger zu Verletzungen der Beteiligten: In diesen FĂ€llen kamen auf 100 UnfĂ€lle mit Personenschaden im Schnitt 16 Schwerverletzte und 119 Leichtverletzte. Getötet wurde niemand. Bei Kollisionen mit FahrrĂ€dern ohne Hilfsmotor kamen auf 100 solcher UnfĂ€lle 0,2 Getötete, 14 Schwer- und 110 Leichtverletzte, so die Statistiker.

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