Behandlungen, Notfallambulanzen

Immer mehr Behandlungen in Notfallambulanzen

09.12.2024 - 08:05:08 | dts-nachrichtenagentur.de

In den KrankenhÀusern in Deutschland sind im Jahr 2023 rund 12,4 Millionen ambulante NotfÀlle behandelt worden.

Notfallaufnahme (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Das war der höchste Wert seit Beginn der Erfassung im Jahr 2018, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag mit. In den Notfallambulanzen der KrankenhĂ€user wurden damit hierzulande im Durchschnitt rund 34.000 Menschen tĂ€glich versorgt. Zum Vergleich: Die Zahl der vollstationĂ€ren BehandlungsfĂ€lle betrug im Jahr 2023 insgesamt rund 17,2 Millionen. Die Covid-19-Pandemie hatte zu einem RĂŒckgang der Fallzahlen in den Notaufnahmen gefĂŒhrt.

Patienten vermieden offenbar, wenn möglich, den Besuch einer Notfallambulanz. Vermutlich kam es durch die Reduzierung der MobilitĂ€t auch zu weniger UnfĂ€llen. Im Jahr 2020 war die Zahl der ambulanten Notfallbehandlungen mit insgesamt 9,4 Millionen auf dem niedrigsten Niveau seit dem Jahr 2018, seitdem stiegen die behandelten NotfĂ€lle jĂ€hrlich kontinuierlich an. Neben der klinischen Notfallambulanz ist der Rettungsdienst ein wichtiger Baustein der Notfallversorgung. Rund 86.000 Personen waren im Jahr 2022 in Deutschland im Rettungsdienst beschĂ€ftigt, hinzu kommen zahlreiche Ehrenamtliche. Die Zahl der hauptamtlich im Rettungsdienst BeschĂ€ftigten nahm innerhalb von zehn Jahren um 71 Prozent zu. Im Jahr 2012 hatten rund 50.000 Personen im Rettungsdienst gearbeitet. Davon waren 36.000 Vollzeit- und 14.000 Teilzeit- oder geringfĂŒgig beschĂ€ftigt. Von 2012 bis 2022 stieg die Zahl der Vollzeit- und TeilzeitbeschĂ€ftigten jeweils um 18.000 (VollzeitbeschĂ€ftigte +49 Prozent, Teilzeit- und geringfĂŒgig BeschĂ€ftigte +129 Prozent). Damit fiel der Personalzuwachs im Rettungsdienst deutlich stĂ€rker aus als im Gesundheitswesen insgesamt: Hier stieg die Zahl der BeschĂ€ftigten im selben Zeitraum um 19 Prozent. Trotz der starken Zunahme ist der Bedarf an FachkrĂ€ften im Rettungsdienst weiterhin hoch. Die Bundesagentur fĂŒr Arbeit stuft Rettungsberufe aus diesem Grund als sogenannte Engpassberufe ein. Im Rettungsdienst arbeiten hierzulande besonders oft MĂ€nner: Zwei Drittel (66 Prozent) der BeschĂ€ftigten im Rettungsdienst im Jahr 2022 waren mĂ€nnlich. Der Frauenanteil ist in den vergangenen Jahren jedoch gestiegen - von 27 Prozent im Jahr 2012 auf 34 Prozent im Jahr 2022. Im Gesundheitswesen insgesamt zeigt sich ein anderes Bild: Hier machten MĂ€nner 2022 nur ein Viertel (25 Prozent) der BeschĂ€ftigten aus. Die große Mehrheit (75 Prozent) des Gesundheitspersonals war weiblich.

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