Bamf besorgte innerhalb letzter fĂŒnf Jahre 7.557 Passersatzpapiere
30.05.2025 - 05:00:00Im Zusammenhang damit organisiert die Behörde Sammelanhörungen mit Experten aus den entsprechenden LĂ€ndern zwecks Identifizierung der jeweiligen Staatsangehörigen. In den Jahren 2020 bis 2024 konnten auf dieser Basis demnach 511 Papiere im Jahr 2020 beschafft werden, 1.491 im Jahr 2021, 1.422 im Jahr 2022, 1.833 im Jahr 2023 und 2.200 im Jahr 2024. Die Papiere seien jeweils den BundeslĂ€ndern, die fĂŒr die weitere Umsetzung zustĂ€ndig sind, zur VerfĂŒgung gestellt worden. Allerdings war das in mehr als der HĂ€lfte der FĂ€lle nicht zielfĂŒhrend - entweder, weil es nicht zu einer Ausreise kam, dies unklar blieb, oder schlieĂlich doch eigene Dokumente vorgelegt wurden. Das Bamf teilte dem "Tagesspiegel" mit, dass die Behörde fĂŒr den Ausgang dessen nicht verantwortlich sei. Konkret sei dies in den Jahren 2020 bis 2024 bei insgesamt 57 Prozent der eingereichten Amtshilfeersuche der Fall gewesen. 28 Prozent seien gescheitert, weil in der Zwischenzeit eine Aufenthaltserlaubnis erteilt worden sei oder ein Abschiebeverbot durch das zustĂ€ndige Bundesland. In 21 Prozent der FĂ€lle sei der Aufenthaltsort der betreffenden AuslĂ€nder seit mehr als zwei Jahren unbekannt. Und in zwölf Prozent der FĂ€lle wurden seitens der Betroffenen schlieĂlich doch Reisedokumente vorgelegt.


