NRW, Bildung

InklusionsbĂŒndnis will teure Förderschule in NRW verhindern

15.01.2026 - 13:00:00

In Nordrhein-Westfalen will ein BĂŒndnis von Behinderten-, Eltern- und SozialverbĂ€nden den Bau einer neuen Förderschule fĂŒr Kinder mit körperlicher BeeintrĂ€chtigung verhindern.

Es hat gemeinsam eine Kommunalaufsichtsbeschwerde eingereicht, berichtet der "Spiegel".

"Dieser Baubeschluss ignoriert Bestimmungen des nordrhein-westfĂ€lischen Schulgesetzes", sagte Eva-Maria Thoms fĂŒr den beteiligten Elternverein Mittendrin dem Magazin. Die Kosten fĂŒr den Neubau in Neunkirchen-Seelscheid im Bergischen Land sind mit mehr als 97 Millionen Euro veranschlagt. Die Schule soll 180 PlĂ€tze anbieten.

Förderschulen besuchen Kinder mit sonderpĂ€dagogischem Förderbedarf. Im Sinne der Inklusion, so Thoms, mĂŒssten die kommunalen SchultrĂ€ger Kindern mit und ohne Behinderung gemeinsamen Unterricht an den Regelschulen ermöglichen. Der Landschaftsverband Rheinland, der die neue Förderschule bauen will, beachte nicht ausreichend, dass inklusives Lernen nach dem Gesetz Vorrang habe.

Der Verband verweist darauf, dass es in der Region zu wenige FörderschulplĂ€tze fĂŒr körperlich beeintrĂ€chtigte Kinder gebe. Das BĂŒndnis hingegen argumentiert, es sei nicht nachvollziehbar, warum 180 Kinder nicht an den bestehenden Schulen inklusiv beschult werden könnten: "Die Schulen im Einzugsgebiet mĂŒssten im Schnitt nur maximal einen zusĂ€tzlichen SchĂŒler pro Jahrgang aufnehmen." Die "erheblichen Investitionskosten" fĂŒr den Neubau seien nicht gerechtfertigt.

@ dts-nachrichtenagentur.de