Stromnetz-Anschlag: Behörden suchen auch andere mögliche TÀter
26.02.2026 - 00:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de"Ungeachtet der im Anfangsverdacht angenommenen Verantwortlichkeit einer terroristischen Vereinigung werden auch andere mögliche TĂ€ter in den Blick genommen; die Ermittlungen erfolgen ergebnisoffen", heiĂt es demnach in den Antworten der Bundesregierung.
In einem angeblichen Bekennerschreiben wurde die Tat zunĂ€chst einer linksextremistischen "Vulkangruppe" zugeschrieben. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte sich ebenfalls frĂŒh auf einen linksextremen Anschlag festgelegt.
Irene Mihalic, Parlamentarische GeschĂ€ftsfĂŒhrerin der GrĂŒnen, warf Dobrindt eine voreilige EinschĂ€tzung zu den mutmaĂlichen HintermĂ€nnern vor. "Gerade angesichts der weiterhin sehr dĂŒnnen Erkenntnislage wĂ€re Alexander Dobrindt gut beraten, sich nĂ€chstes Mal nicht derart vorschnell festzulegen", sagte Mihalic der Zeitung.
Auch der GrĂŒnen-Politiker Konstantin von Notz, Vorsitzender des Parlamentarischen Kontrollgremiums zur Kontrolle der Nachrichtendienste, Ă€uĂerte sich kritisch. "Es ist erschreckend, wie wenig die Bundesregierung weiterhin zu den HintergrĂŒnden des Anschlags auf die Berliner Stromversorgung Anfang des Jahres weiĂ", sagte von Notz. Es gelte nun, die VersĂ€umnisse der vergangenen Jahre "aufzuarbeiten und endlich ein stimmiges Bild dazu zu erarbeiten, wer oder was die Vulkangruppen eigentlich sind, wer dahintersteht, was die Gruppen eint beziehungsweise voneinander unterscheidet oder ob nicht andere Strukturen und Netzwerke fĂŒr diese Taten verantwortlich sind", so von Notz.

