DKV-Report, Deutschen

DKV-Report: Nur zwei Prozent der Deutschen leben rundum gesund

04.08.2025 - 15:59:40

Lediglich zwei Prozent der deutschen Bevölkerung leben laut einer aktuellen Erhebung rundum gesund.

Zu diesem Ergebnis kommen die Deutsche Krankenversicherung AG (DKV), die Deutsche Sporthochschule Köln und die UniversitĂ€t WĂŒrzburg in ihrer am Montag veröffentlichten Umfrage zum Gesundheitsverhalten der Deutschen. Vor zwei Jahren galten laut DKV-Report noch 17 Prozent als gesund lebend. Der deutliche RĂŒckgang sei allerdings auch auf verĂ€nderte Kriterien beim Alkohol- und Tabakkonsum zurĂŒckzufĂŒhren, so die Autoren. Frauen erzielten in der aktuellen Auswertung ĂŒber alle Benchmarks hinweg die besseren Ergebnisse. WĂ€hrend drei Prozent von ihnen alle Kriterien fĂŒr ein rundum gesundes Leben erfĂŒllen, schafft dies nur ein Prozent der MĂ€nner. Die Ergebnisse der einzelnen Benchmarks zeigen dabei ein gemischtes Bild.

So erreichen nur 34 Prozent den Benchmark fĂŒr die gesunde ErnĂ€hrung, aber 68 Prozent der Befragten die Anforderungen bei der körperlichen AktivitĂ€t. Auffallend ist, dass nur 32 Prozent der Befragten die kombinierten Bewegungsempfehlungen von Ausdauer- und MuskelaktivitĂ€t erfĂŒllen. Dabei zĂ€hlen Bewegung im Alltag und ein strukturiertes Ausdauer- und Muskeltraining zu den effektivsten Strategien gegen viele chronische Lebensstil-Erkrankungen. "Zusammen mit regelmĂ€ĂŸiger Bewegung ist das Trainieren unserer Muskeln fĂŒr ein gesundes Altern lebenslang notwendig. Wir dĂŒrfen es nicht lĂ€nger als freiwillige ErgĂ€nzung zum Ausdauertraining betrachten, sondern als prĂ€ventive Pflichtaufgabe", sagte Ingo Frobös von der Deutschen Sporthochschule Köln. Neben der körperlichen AktivitĂ€t und der ErnĂ€hrung wurde in dem DKV-Report auch das Sitzverhalten der Deutschen analysiert. Im Vergleich zum Jahr 2023 hat sich die durchschnittliche Sitzdauer von 598 auf 613 Minuten erhöht. Aufgrund ihres Sitz- und Bewegungsverhaltens weisen 37 Prozent der Befragten ein erhöhtes Sterberisiko auf. Froböse spricht deshalb von einem gefĂ€hrlichen Trend. "Wir brauchen einen gesellschaftlichen Wandel, der vom Sitzen wegfĂŒhrt und einen Alltag ermöglicht, in dem Bewegung erlaubt, unterstĂŒtzt und sogar belohnt wird", so Froböse.

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