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Michael Kretschmer erhĂ€lt UnterstĂŒtzung von der FDP

01.04.2020 - 10:37:36

FĂŒr sein Konjunkturpaket erhĂ€lt Kretschmer von der FDP RĂŒckendeckung. Der CDU-Politiker fordert, ein breit gefĂ€chertes Wachstumspaket vorzubereiten.

Sachsens MinisterprĂ€sident Michael Kretschmer von der CDU fordert schon jetzt mittels eines breit gefĂ€cherten Konjunkturpakets, die Folgen der Corona-Pandemie fĂŒr die Wirtschaft zu bekĂ€mpfen. Dabei bekommt der CDU-Mann von der FDP RĂŒckendeckung. GegenĂŒber der Super Illu nannte Theurer ein Konjunkturpaket grundsĂ€tzlich richtig. Er ergĂ€nzte aber, dieser Vorschlag hĂ€tte vom Bundeswirtschaftsministerium unterbreitet werden mĂŒssen. Was Deutschland jetzt benötige, sei ein „Masterplan“: Deutschland mĂŒsse nach der Pandemie sofort in der Lage sein, die Wirtschaft wieder hochzufahren.

Theurer sagte, er spreche fĂŒr die FDP. Diese begrĂŒĂŸe es „ausdrĂŒcklich“, dass von Seiten des MinisterprĂ€sidenten eine solche Initiative ausgehe. Es sei dringend nötig, an die StĂŒtzung der Konjunktur jetzt zu denken. Theurer ist sich sicher, dass ein erster Schritt wĂ€re, mit kurzfristigen Investitionen die brach liegende Infrastruktur wieder hochzufahren. Besonders drĂ€ngend sei die flĂ€chendeckende Versorgung mit Highspeed-Internet ĂŒber Glasfaser. Und zwar fĂŒr jeden einzelnen Haushalt. Man habe gesehen, dass die Digitalisierung gerade in Zeiten der Corona-Krise von großer Bedeutung sei. Schließlich mĂŒssten viele im Homeoffice arbeiten und seien auf digitale Infrastruktur angewiesen.
Der Liberale nannte als weiteres Vorgehen, mittelstĂ€ndische Betreiber von Kabelnetzen mit ins Boot zu nehmen. Ebenso erwĂ€hnte er zur ErgĂ€nzung die Deutsche Bahn. Diese solle ihren Beitrag leisten, indem sie das Telekommunikations-Netz der Bahn auch fĂŒr Anbieter als ErgĂ€nzung zur VerfĂŒgung stelle. Jetzt sei ein Masterplan nötig. Dieser mĂŒsse auf einzelne Branchen zugeschnitten sein. Ziel eines Masterplanes sei es, zu ĂŒberlegen, wie einzelne Branchen wieder den Weg zurĂŒck zu Wachstum finden wĂŒrden. Als Beispiel fĂŒhrte der FDP-Bundestagsfraktionsvize den Gesundheitssektor an. Hier sei es dringend an der Zeit, den Investitionsstau bei KrankenhĂ€usern zu verringern. Ebenso betreffe es aber auch den Energiesektor.
Theurer sagte, seiner Meinung nach mĂŒssten gemeinsam mit den Versorgern großflĂ€chige Elektrolyseanlagen gebaut werden, um die kommerzielle Produktion von Wasserstoff voranzutreiben. Gegenfinanzieren ließe sich alles ĂŒber sogenannte StillstandsprĂ€mien. Als Voraussetzung fĂŒr den Erfolg eines solchen Konjunkturpakets nannte der FDP-Politiker, die EntrĂŒmpelung des Steuersystems. Ferner mĂŒsste in mittelfristiger Zukunft auch ein vereinfachtes Planungsrecht greifen. Deutschland könne nur dann wieder an AttraktivitĂ€t gewinnen, wenn es zukĂŒnftig niedrigere SteuersĂ€tze habe. Auch ein einfacheres Steuerecht in Deutschland nannte Theurer als unabdingbare Voraussetzung. Deutschland hinke hinterher. Das dĂŒrfe nicht weiter sein. Im Vergleich hĂ€tten Industrienationen wie Frankreich oder die USA und Frankreich diesen Weg lĂ€ngst beschritten. Der FDP-Politiker nannte es eine „Jahrhundertaufgabe“. Die FDP sei auch in der Opposition dazu bereit, diese notwendige Aufgabe jetzt gemeinsam mit anderen zu bewĂ€ltigen und alles Notwendige zu tun. Er forderte den sĂ€chsischen MinisterprĂ€sident auf, Bundeswirtschaftsminister Altmaier zu einem solchen Masterplan zu bewegen.

 

Redaktion ad-hoc-news.de, A & Omega

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