MilitĂ€rexperte Masala fĂŒrchtet russischen Angriff auf Baltikum
27.10.2023 - 01:27:16Die russische Logik sehe so aus: "Wenn sich Russland nur auf die baltischen Staaten begrenzen und kein weiteres Nato-Mitgliedsland angreifen wĂŒrde, dann könnte man darauf bauen, dass vielleicht doch nicht andere Nato-Staaten zur Verteidigung des Baltikums herbeieilen werden." Allerdings hĂ€tte eine russische MilitĂ€rattacke im Baltikum Konsequenzen, so Masala: Die Bundeswehr werde demnĂ€chst 5.000 KrĂ€fte in Litauen stationiert haben - das gröĂte konventionelle Kontingent von allen Nato-MitgliedslĂ€ndern in den baltischen Staaten. "Die Bundeswehr wĂ€re bei einem militĂ€rischen Angriff Russlands auf Litauen massiv involviert." Der Vorsitzende des Bundeswehrverbandes, AndrĂ© WĂŒstner, hatte zuvor in den Funke-BlĂ€ttern vor der Gefahr eines russischen Angriffs gewarnt und die unzureichende Ausstattung der deutschen StreitkrĂ€fte kritisiert. "Ich halte es fĂŒr gut möglich, dass Putin ĂŒber kurz oder lang sogar eine rĂ€umlich begrenzte konventionelle Auseinandersetzung - einen Krieg - mit einem BĂŒndnispartner, und damit mit uns, fĂŒhrt. Ich frage: Wie sind wir darauf vorbereitet? Ich fĂŒrchte: Schlecht", so WĂŒstner. Der MilitĂ€rexperte Christian Mölling von der Deutschen Gesellschaft fĂŒr AuswĂ€rtige Politik (DGAP) rĂŒgte die Umsetzung der von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) angekĂŒndigte "Zeitenwende": Die Bundeswehr sei noch lange nicht da, wo sie sein mĂŒsste, sagte Mölling den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Wir sind noch nicht auf der neuen Planungsgrundlage: Was bedeutet es, Russland abzuschrecken? Die Bedrohung durch Russland wird in einigen Jahren real werden. Abschreckung Russlands bedeutet in erster Linie Masse: Wir brauchen viel mehr von dem MilitĂ€rgerĂ€t, was wir bereits haben."


