RLP, SAR

LĂ€nder wollen gegen Verunglimpfung Verstorbener im Netz vorgehen

Veröffentlicht am: 08.10.2025 um 13:36 Uhr | dts-nachrichtenagentur.de

Nach der Tötung eines jungen Polizeibeamten Ende August im saarlÀndischen Völklingen wollen die BundeslÀnder Saarland und Rheinland-Pfalz jetzt einen erneuten Anlauf unternehmen, konsequenter gegen Hasskommentare und die Verunglimpfung Verstorbener vorgehen zu können.

Junge Leute mit ihren Smartphones (Archiv) - Bild: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Junge Leute mit ihren Smartphones (Archiv) - Bild: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Wie die "Rheinische Post" (Donnerstag) berichtet, heißt es in einem entsprechenden Antrag an den Bundesrat, in den Sozialen Medien seien eine Vielzahl diffamierender und ehrverletzender BeitrĂ€ge veröffentlicht worden. "In diesen Veröffentlichungen wurden mitunter die Ermordung des Polizeibeamten begrĂŒĂŸt und sein Andenken verunglimpft." So soll kĂŒnftig auch ohne Strafantrag der Angehörigen eine Strafverfolgung möglich sein, "bei Vorliegen eines besonderen öffentlichen Interesses". Zudem soll es die Möglichkeit geben, dass statt der Hinterbliebenen der letzte Dienstvorgesetzte einen Strafantrag stellt.

Wegen des Ampel-Aus konnte ein entsprechender Gesetzentwurf in der letzten Legislaturperiode nicht mehr umgesetzt werden. Hintergrund der damaligen Initiative war die Ermordung von zwei Polizeibeamten im rheinland-pfĂ€lzischen Kusel, die "in entsprechenden Kreisen regelrecht gefeiert worden" sei, so die Antragsteller. Durch die aktuellen Geschehnisse in Völklingen habe der erneut eingebrachte Gesetzesentwurf "traurige AktualitĂ€t" erlangt, heißt es weiter.

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