Polizeigewerkschafter verlangt Durchführung der Studie zum Racial Profiling
Veröffentlicht am: 08.07.2020 um 13:49 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Christ erklärte dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" für die am Dienstag erscheinenden Ausgaben seiner Tageszeitungen: "Wir wollen eine wissenschaftliche Untersuchung zum Racial Profiling". Die Vorgehensweise des Innenministers kritisierte er als "eher kontraproduktiv" bei der Versachlichung der aktuellen Diskussion.
Der Gewerkschafter gab zu bedenken, man könne "nicht gänzlich ausschließen", dass bei Betroffenen mitunter das Gefühl aufkommen könne, bei bestimmten Kontrollen komme Racial Profiling zur Anwendung. Dies könne etwa bei Fahndungen nach Verdächtigen mit bestimmten äußerlichen Merkmalen der Fall sein. Um diesen Verdacht auszuräumen, sei eine wissenschaftliche Untersuchung des Themas erforderlich. Christ fuhr fort, er erhoffe sich von der Studie belastbare Zahlen, "entweder um den Vorwurf zu entkräften", was er sich wünsche, oder andernfalls "um festzustellen, dass wir ein Problem haben". In diesem Fall müsse man Strategien ausarbeiten, mit denen das Problem in Zukunft verhindert werden könne. "Wir wollen keine rassistische Polizei", betonte der Polizist.
Auch Rafael Behr, ein Professor an der Akademie der Polizei Hamburg in Winterhude, erklärte gegenüber dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland", die Weigerung von Innenminister Seehofer sei "ein deprimierendes und fatales" Zeichen im Umgang mit Fehlern. Besonders die Begründung aus dem Ministerium nannte er "sehr seltsam". Ein Pressesprecher des Ministers hatte am Ende der letzten Woche gesagt, eine derartige Studie zum "Racial Profiling" sei gar nicht erforderlich, weil dieses ja offiziell verboten sei. Behr sagte dazu, es sei "eine Frechheit", dass der Minister den Menschen zumute, das zu glauben. Dies sei die "Arroganz der Macht". Die Weigerung Seehofers, so der Professor weiter, sei zudem "ein Schlag ins Gesicht" von Polizeibeamten "mit Problembewusstsein", denen der Minister damit die Unterstützung versage.
Der Gewerkschafter gab zu bedenken, man könne "nicht gänzlich ausschließen", dass bei Betroffenen mitunter das Gefühl aufkommen könne, bei bestimmten Kontrollen komme Racial Profiling zur Anwendung. Dies könne etwa bei Fahndungen nach Verdächtigen mit bestimmten äußerlichen Merkmalen der Fall sein. Um diesen Verdacht auszuräumen, sei eine wissenschaftliche Untersuchung des Themas erforderlich. Christ fuhr fort, er erhoffe sich von der Studie belastbare Zahlen, "entweder um den Vorwurf zu entkräften", was er sich wünsche, oder andernfalls "um festzustellen, dass wir ein Problem haben". In diesem Fall müsse man Strategien ausarbeiten, mit denen das Problem in Zukunft verhindert werden könne. "Wir wollen keine rassistische Polizei", betonte der Polizist.
Auch Rafael Behr, ein Professor an der Akademie der Polizei Hamburg in Winterhude, erklärte gegenüber dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland", die Weigerung von Innenminister Seehofer sei "ein deprimierendes und fatales" Zeichen im Umgang mit Fehlern. Besonders die Begründung aus dem Ministerium nannte er "sehr seltsam". Ein Pressesprecher des Ministers hatte am Ende der letzten Woche gesagt, eine derartige Studie zum "Racial Profiling" sei gar nicht erforderlich, weil dieses ja offiziell verboten sei. Behr sagte dazu, es sei "eine Frechheit", dass der Minister den Menschen zumute, das zu glauben. Dies sei die "Arroganz der Macht". Die Weigerung Seehofers, so der Professor weiter, sei zudem "ein Schlag ins Gesicht" von Polizeibeamten "mit Problembewusstsein", denen der Minister damit die Unterstützung versage.
Redaktion ad-hoc-news.de, RSM
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