Rund 200 IS-AnhÀnger aus Deutschland offenbar verschollen
20.03.2025 - 14:50:35UngefĂ€hr ein Drittel soll getötet worden sein. Mehrere Dutzend von ihnen leben seit Jahren in umzĂ€unten Zeltlagern und GefĂ€ngnissen im Nordosten Syriens. Wie Correctiv bereits Mitte Februar berichtet hatte, spitzt sich die Sicherheitslage in den Camps und Haftanstalten zu, seit US-PrĂ€sident Donald Trump die Mittel fĂŒr die Entwicklungshilfe zusammengestrichen und die Behörde USAID lahmgelegt hat - was nach einer aktuellen gerichtlichen Entscheidung offenbar verfassungswidrig war. Denn die Kontrolle und Versorgung der Lager hĂ€ngen zu wesentlichen Teilen von internationalen Hilfen ab. In den kurdischen Gebieten im Nordosten Syriens leben mehr als 40.000 Personen in zwei Zeltlagern, es soll sich ĂŒberwiegend um Frauen und Kinder von IS-KĂ€mpfern handeln. ZusĂ€tzlich gibt es mehrere Haftanstalten mit IS-KĂ€mpfern. Ob die Sicherheit in Lagern und GefĂ€ngnissen aufrechterhalten werden kann, ist nach EinschĂ€tzung von Beobachtern von kritischer Bedeutung fĂŒr die Frage, ob die Terrormiliz sich neu formieren kann. Experten und Menschenrechtsorganisationen fordern seit Jahren, die auslĂ€ndischen Staatsangehörigen in den Camps geordnet zurĂŒckzuholen. Davon ist derzeit aber keine Rede. Offenbar ist auch die EU alarmiert: Laut einem Bericht des Magazins Politico trifft sich der diplomatische Arm der EuropĂ€ischen Union - der EuropĂ€ische AuswĂ€rtige Dienst - am Donnerstag zu einer Dringlichkeitssitzung, um zu diskutieren, wie in Zukunft mit den Zeltlagern Al Hol und Rodsch in Nordsyrien umgegangen werden soll. An dem Treffen sollen alle zustĂ€ndigen Behörden und EU-Partner teilnehmen; es soll vor allem um die Frage gehen, wie verhindert werden kann, dass Terroristen in ihre HeimatlĂ€nder zurĂŒckkehren.


