Sachsen-Anhalt, FortfĂŒhrung

Sachsen-Anhalt dringt auf FortfĂŒhrung der Grenzkontrollen

16.06.2025 - 00:00:00

Sachsen-Anhalts MinisterprĂ€sident Reiner Haseloff (CDU) hĂ€lt es fĂŒr unerlĂ€sslich, dass die Bundesregierung am Prinzip der Grenzkontrollen mit ZurĂŒckweisungen von Asylbewerbern festhĂ€lt.

GegenĂŒber der "Bild" (Montagausgabe) sagte Haseloff: "Eine Nation muss die Möglichkeit haben, die IntegritĂ€t der eigenen Staatsgrenze auch nach unserem Grundgesetz sicherzustellen." Sollten Gerichte die ZurĂŒckweisungen wegen juristischer Bedenken endgĂŒltig stoppen, habe die Politik "alle Möglichkeit", "das geltende Recht so anzupassen, dass wir alle Prinzipien und alle Artikel des Grundgesetzes erfĂŒllen - auch der europĂ€ischen VertrĂ€ge". Haseloff warnte in diesem Zusammenhang: "In Sachsen, in ThĂŒringen, in Brandenburg gibt es keine absoluten Mehrheiten der demokratischen Mitte mehr." Zuvor hatte der rheinland-pfĂ€lzische MinisterprĂ€sident Alexander Schweitzer (SPD) am Rande eines Festaktes zum 40. Jahrestag des Schengener Abkommens im luxemburgischen Schengen gemahnt, dass die Grenzkontrollen "kein Dauerzustand werden" dĂŒrften. Auch die BundesratsprĂ€sidentin und saarlĂ€ndische MinisterprĂ€sidentin Anke Rehlinger (SPD) hatte eine RĂŒckkehr zu einem Schengen-Raum ohne Grenzkontrollen gefordert.

"Es muss uns etwas KlĂŒgeres einfallen, als noch einmal dafĂŒr zu sorgen, dass Grenzbeamte auf nicht vorhandene SchlagbĂ€ume auch aufpassen", sagte sie beim Festakt.

@ dts-nachrichtenagentur.de