Viele Deutsche mit persönlichen LebensumstÀnden unzufrieden
03.07.2024 - 07:43:28Verkehrsanbindungen und MobilitĂ€tsangebote werden im Bundesschnitt von lediglich 44 Prozent als gut beurteilt. Auch das Gesundheitssystem wird nicht gut beurteilt: 41 Prozent der Befragten sagen, die gesundheitliche und pflegerische Versorgung habe sich in den vergangenen fĂŒnf Jahren verschlechtert. Nur fĂŒnf Prozent sehen eine Verbesserung. Besonders klar ist dieses Ergebnis in dĂŒnn besiedelten lĂ€ndlichen Kreisen. Nur 43 Prozent der Befragten stimmen voll und ganz oder eher zu, dass die QualitĂ€t der Schulen gut ist. FĂŒr die Kitas und die Ganztagsangebote an Schulen liegt dieser Wert bei 39 Prozent. Bei jenen, die selbst minderjĂ€hrige Kinder haben, liegt der letzte Wert zwar deutlich höher, aber auch nur bei 58 Prozent. Klar ist das Urteil in Sachen Platzangebot: Bundesweit sagt nur knapp ein Viertel der Menschen, dass es genĂŒgend Bildungs- und Betreuungsmöglichkeiten fĂŒr Kinder bis unter drei Jahren gibt. Die HĂ€lfte der Befragten hĂ€lt den öffentlichen Nahverkehr in der eigenen Heimat fĂŒr ausreichend ausgebaut. 38 Prozent der Menschen sagen, sie wĂŒrden durch Staus in ihrem Alltag behindert. Zur Frage, ob schnelles Internet verfĂŒgbar ist, gibt es einen bundesweiten Mittelwert auf einer Zufriedenheitsskala von null bis zehn. Er liegt bei 5,9. Aber es gibt auch positive Daten: 57 Prozent der Befragten bewerten ihre Naherholungsgebiete als eher gut, 28 Prozent sogar als sehr gut. Besonders wichtig sind den Menschen eine gute Gesundheits- und Pflegeversorgung vor Ort, bezahlbares Wohnen, Sicherheit und ein guter Zustand von Natur und Umwelt. Trotz der Probleme sind die Menschen insgesamt positiv gestimmt. Laut dem Bericht sind fast zwei Drittel der Befragten mit ihrer derzeitigen Lebenssituation insgesamt eher oder ganz und gar zufrieden. In Ostdeutschland ist die Zufriedenheit im Schnitt etwas geringer als im Westen. Etwa jeder FĂŒnfte hat den Eindruck, "dass es sich in der eigenen Region schlechter lebt als in anderen Teilen Deutschlands". Dieser Eindruck ist in ostdeutschen Regionen am stĂ€rksten - aber auch in Westdeutschland gibt es vereinzelt Regionen mit einer eher negativ geprĂ€gten EinschĂ€tzung der eigenen Heimat. Umgekehrt sagen 28 Prozent der Befragten, in ihrer Heimat lebe es sich besser als anderswo. FĂŒr den Bericht wurden Daten zu vielem gesammelt, was die LebensqualitĂ€t beeinflusst: von der LuftqualitĂ€t ĂŒber die Zahl der Kita-PlĂ€tze bis zur wirtschaftlichen StĂ€rke einer Region. 42 Indikatoren wurden gebildet, aufgeteilt auf die Bereiche "Wirtschaft", "Gesellschaft", "Infrastruktur & Daseinsvorsorge" sowie "Klima & Umwelt". Es liegen Daten jeweils heruntergebrochen auf die 400 Landkreise und kreisfreien StĂ€dte der Republik vor. Auch die Umfrage wurde in allen 400 Gebieten durchgefĂŒhrt.


