Steuern, Energie

Spritpreise: RWI sieht höhere Steuereinahmen - BMF widerspricht

09.04.2026 - 00:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

Wegen der hohen Benzinpreise hat der Bund im MĂ€rz nach Berechnungen des Rheinisch-WestfĂ€lischen Instituts fĂŒr Wirtschaftsforschung (RWI) rund eine halbe Milliarde Euro mehr Mehrwertsteuer eingenommen.

Tankstelle (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Das berichtet die "Bild" (Donnerstagausgabe) unter Berufung auf eine entsprechende Analyse des RWI-Kompetenzbereichs "Umwelt und Ressourcen".

Demnach dĂŒrften die tĂ€glichen Mehrwertsteuer-Einnahmen aufgrund des Dieselpreis-Anstiegs um gut zwölf Millionen Euro höher gelegen haben. Auf den gesamten Monat gerechnet seien das 360 Millionen Euro. Beim Benzin habe das monatliche Plus bei rund 130 Millionen Euro gelegen.

Der Leiter des RWI-Kompetenzbereichs, Manuel Frondel, sprach sich fĂŒr eine Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Benzin aus. Der Staat dĂŒrfe nicht an den steigenden Spritpreisen mitverdienen, sagte Frondel dem Blatt. Mittelfristig sollte "die Mehrwertsteuer auf Kraftstoffe gĂ€nzlich entfallen".

Schließlich verdiene der Staat zunehmend an der "erwartbar steigenden CO2-Bepreisung" auf fossile Kraftstoffe mit. Es sei "kaum vermittelbar", wenn dann gleichzeitig auch die Mehrwertsteuereinnahmen des Staates stiegen, sagte Frondel.

Das Bundesfinanzministerium unter Leitung von Lars Klingbeil (SPD) widersprach der Darstellung des RWI. Aus dem Ministerium hieß es, durch die hohen Benzinpreise werde insgesamt weniger konsumiert, was die Mehrwertsteuereinnahmen nicht erhöhe.

de | news | 69107413 |

Weitere Meldungen

Energie-Entlastungen: Kuban warnt vor VollkaskomentalitĂ€t Aus der Unionsfraktion im Bundestag gibt es deutliche Kritik an den Forderungen der SPD nach zĂŒgiger umfassender Entlastung der BĂŒrger aufgrund der hohen Energiepreise. (Sonstige, 10.04.2026 - 16:54) weiterlesen...

Finanzministerium widerspricht Reiche: Keine Mehreinnahmen Das Bundesfinanzministerium erwartet anders als das Bundeswirtschaftsministerium nicht, durch die stark gestiegenen Energiepreise mehr Geld aus der Umsatzsteuer zu erhalten.Nach aktuellem Stand gehe man nicht von Mehreinnahmen aus, sagte eine Sprecherin des Ministeriums am Freitag in Berlin der dts Nachrichtenagentur. (Wirtschaft, 10.04.2026 - 13:24) weiterlesen...

Rehlinger drĂ€ngt auf Spritpreisgrenze und Mehrwertsteuersenkung Vor dem Krisentreffen von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) mit WirtschaftsverbĂ€nden und Gewerkschaften hat die saarlĂ€ndische MinisterprĂ€sidentin Anke Rehlinger (SPD) auf staatliche Obergrenzen fĂŒr den Benzinpreis und eine Absenkung der Mehrwertsteuer gedrĂ€ngt. (Wirtschaft, 10.04.2026 - 00:00) weiterlesen...

Energiepreise: Linke will RĂŒckkehr des 9-Euro-Tickets Angesichts weiterhin hoher Sprit- und Energiepreise hat die Linke die Bundesregierung dazu aufgefordert, ein umfassendes "Entlastungspaket" auf den Weg zu bringen."Wenn Merz es ernst meint, muss er jetzt liefern: Preise wirksam deckeln, Krisengewinne der Energiekonzerne konsequent abschöpfen und mit 150-Euro-Energiekrisengeld und 9-Euro-Ticket sofort fĂŒr spĂŒrbare Entlastung im Alltag sorgen", sagte Linken-Chefin Ines Schwerdtner der "Rheinischen Post" (Freitagausgabe). (Sonstige, 10.04.2026 - 00:00) weiterlesen...

IG Metall pocht auf schnelle Entlastung bei Energiepreisen Vor dem Treffen von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) mit WirtschaftsverbĂ€nden und Gewerkschaften zur wirtschaftlichen Lage infolge des Iran-Kriegs fordert IG-Metall-Vize JĂŒrgen Kerner schnelle staatliche Entlastungen."Klingbeils Haus muss kurzfristig aus meiner Sicht Finanzierungen sicherstellen", sagte Kerner dem Podcast "Power & Policy" des "Politico". (Wirtschaft, 09.04.2026 - 21:25) weiterlesen...

Banaszak fordert Tempolimit statt höherer Pendlerpauschale GrĂŒnen-Chef Felix Banaszak spricht sich gegen eine mögliche Anhebung der Pendlerpauschale aus und fordert stattdessen ein temporĂ€res Tempolimit zur Entlastung von hohen Spritpreisen.An der massiven Belastung der BĂŒrger wĂŒrde die vorgeschlagene Erhöhung der Pendlerpauschale akut nichts Ă€ndern, sagte Banaszak der "Rheinischen Post" (Freitagsausgabe). (Politik, 09.04.2026 - 13:51) weiterlesen...