Heftige Abreibung: DHB-Team geht gegen DĂ€nemark unter
15.05.2026 - 21:01:47 | dpa.deSo wird es nichts mit der Gold-Mission bei der Heim-WM. Das wusste auch Spielmacher Juri Knorr, der nach der nĂ€chsten Klatsche gegen DĂ€nemarks Handball-Macht ernĂŒchtert ĂŒber das Parkett schlurfte. Acht Monate vor dem Winter-Highlight im eigenen Land hat das DHB-Team sein rot-weiĂes Trauma nicht ĂŒberwinden können und war beim 28:36 (13:21) im Testspiel in Kopenhagen chancenlos.Â
«Wir haben eine sehr gute Abwehr gehabt die ganze Zeit. In der ersten Halbzeit haben wir aber viel zu viele FehlwĂŒrfe gehabt. Viele klare Chancen, die wir nicht genutzt haben. Und wir haben auch die TorhĂŒterleistung nicht bekommen», monierte Bundestrainer Alfred Gislason bei ProSieben. Auf die zweite Halbzeit, in der sein Team den RĂŒckstand zwischenzeitlich auf drei Tore verkĂŒrzte, sei er dennoch stolz.Â
Letzter Sieg gegen DĂ€nemark vor zehn Jahren
Beste deutsche Werfer waren Miro Schluroff, Juri Knorr und Renars Uscins mit je vier Toren. DĂ€nemarks dreimaliger Welthandballer Mathias Gidsel kam auf zehn Treffer. «In der entscheidenden Phase haben wir wieder die ein, zwei Fehler zu viel gemacht», monierte TorhĂŒter David SpĂ€th, der einen enttĂ€uschenden Andreas Wolff frĂŒh ersetzt hatte.
FĂŒr die DHB-Auswahl setzte sich die inzwischen zehn Jahre andauernde Leidenszeit gegen den amtierenden Olympiasieger, Weltmeister und Europameister schmerzhaft fort. Diesmal spielte DĂ€nemark keineswegs wie eine Ăbermannschaft, aber eine teils katastrophale erste Halbzeit kostete Deutschland ein besseres Ergebnis. Am Sonntag (15.30 Uhr) stehen sich beide Teams in Köln erneut gegenĂŒber.Â
Knorr und Wolff mit schlechter Leistung
Nach Hochgeschwindigkeits-Handball in den ersten Minuten leistete sich Deutschland zu viele FehlwĂŒrfe und scheiterte immer wieder an DĂ€nemarks TorhĂŒter Emil Nielsen. Auch dank zweier Gidsel-Tore setzte sich der Favorit auf 6:3 ab. Weil sich die Hausherren in der Folge ungewohnt viele Abspielfehler erlaubten, hatte das DHB-Team dennoch mehrere Chancen zum Ausgleich.Â
Die Partie wirkte in vielerlei Hinsicht wie ein klassisches Testspiel: viele Patzer, viele Experimente. So setzte Deutschland hĂ€ufiger als sonst auf das Sieben-gegen-Sechs, bei dem der TorhĂŒter zugunsten eines siebten Feldspielers vom Parkett genommen wird. Doch auch diese taktische Variante verpuffte und plötzlich lag man 8:14 hinten. TorhĂŒter Wolff war ĂŒberhaupt kein Faktor und musste den Platz noch vor der Pause fĂŒr SpĂ€th rĂ€umen.
Auch Spielmacher Juri Knorr erzielte zunĂ€chst nur ein Tor bei vier Versuchen, steigerte sich dann nach der Pause. «Wir haben unheimlich viele freie WĂŒrfe liegen lassen. Dazu kommen noch ein paar echt leichte technische Fehler», monierte Ex-NationaltorhĂŒter Silvio Heinevetter in der Halbzeit bei ProSieben.Â
DHB-Premiere fĂŒr LinksauĂen
Nach Wiederanpfiff blieb Nielsen der Mann des Spiels und stand nach 37 Minuten bereits bei 14 Paraden. Trotzdem prĂ€sentierte sich Deutschland angefĂŒhrt von Uscins nun treffsicherer. Die Abwehr stand kompakter, sodass die Skandinavier deutlich hĂ€rter fĂŒr ihre Tore arbeiten mussten.Â
LinksauĂen Vincent BĂŒchner kam zu seinem DebĂŒt und verkĂŒrzte auf 23:26. Auch SpĂ€th kam im Tor zu sehenswerten Paraden. Doch die Hypothek aus der ersten Halbzeit war zu groĂ - und der RĂŒckstand wurde wieder gröĂer.
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