Finnland ist Weltmeister: Schweizer Finaltrauma geht weiter
31.05.2026 - 23:16:49 | dpa.deFinnland ist erstmals seit 2022 wieder Eishockey-Weltmeister geworden und hat das Final-Trauma der Schweiz verlĂ€ngert. Die NordeuropĂ€er besiegten den WM-Gastgeber in ZĂŒrich nach VerlĂ€ngerung mit 1:0 (0:0, 0:0, 0:0, 1:0) und krönten sich mit dem insgesamt fĂŒnften Titelgewinn. Konsta Helenius von den Buffalo Sabres sorgte mit seinem Tor in der Extraspielzeit fĂŒr die fĂŒnfte Schweizer Final-Niederlage nach 2013, 2018, 2024 und 2025.
Bei den zuvor neun Siegen bei dieser WM in ZĂŒrich hatten die Schweizer den Gegner von Beginn an dominiert - auch dank der UnterstĂŒtzung der Fans. Finnland schaffte es dagegen, die Gastgeber mit HĂ€rte und starker Defensive zu bekĂ€mpfen. «Sie sind wie Roboter», beschrieb Deutschlands NHL-Star Moritz Seider die Finnen. Der Schweizer Keeper Leonardo Genoni stand deutlich mehr im Mittelpunkt als sein GegenĂŒber Justus Annunen.
Schweiz lange ohne Torgefahr
Auch in doppelter Ăberzahl schafften es die Schweizer zu Beginn des Mitteldrittels nicht, NHL-TorhĂŒter Annunen in BedrĂ€ngnis zu bringen. Das Team von Trainer Jan Cadieux erinnerte dabei an die Finalspiele ohne eigene Treffer 2024 und 2025 unter dem damaligen Coach Patrick Fischer. Der 50 Jahre alte Fischer musste wenige Wochen vor der WM wegen eines gefĂ€lschten Covid-Impfzertifikats vor Olympia 2022 zurĂŒcktreten.
Mitte des zweiten Durchgangs schafften es die Schweizer, den Gegner unter Druck zu setzen. Schuss um Schuss kam auf das Tor von Annunen. Finnland schoss dagegen nur zweimal auf das Tor von Schlussmann Genoni.
Entscheidung in der Extraspielzeit
Auch im dritten Drittel dominierten die Defensiv-Reihen. Finnland wurde wieder gefÀhrlicher, doch die Schweiz hatte die besten Gelegenheiten. Wie schon im vergangenen Jahr in Stockholm ging es nach torlosen 60 Minuten in die VerlÀngerung.
In der Extraspielzeit trafen erst die Finnen an den Pfosten (62.), wenig spÀter schoss der Schweizer Damien Riat (64.) an die Latte. Dann zielte Helenius (71.) besser und machte Finnland zum Weltmeister.
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Norwegen hatte zuvor im Spiel um Platz drei erstmals bei einer Eishockey-WM eine Medaille gewonnen. Die Skandinavier bezwangen Rekordchampion Kanada nach VerlÀngerung mit 3:2 (1:0, 1:0, 0:2, 1:0) und feierten einen historischen Erfolg. Das zuvor beste Ergebnis der Norweger bei einer WM war 1951 der vierte Platz. Damals fand die Endrunde allerdings in Gruppenform statt.
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