Deutschland, Italien

Olympia-Aus: Eishockey-Frauen verpassen Sensation

14.02.2026 - 19:05:09 | dpa.de

Zu viele Fehler im Olympia-Viertelfinale lassen Deutschlands Eishockey-Frauenteam keine Chance gegen Kanada. Ein ansonsten couragierter Auftritt führt zumindest zu einem Treffer.

  • Torhüterin Sandra Abstreiter patzte zweimal - Bild: Peter Kneffel/dpa
    Torhüterin Sandra Abstreiter patzte zweimal - Bild: Peter Kneffel/dpa
  • Deutschlands Eishockey-Frauen sind im Olympia-Viertelfinale ausgeschieden - Bild: Peter Kneffel/dpa
    Deutschlands Eishockey-Frauen sind im Olympia-Viertelfinale ausgeschieden - Bild: Peter Kneffel/dpa
Torhüterin Sandra Abstreiter patzte zweimal - Bild: Peter Kneffel/dpa Deutschlands Eishockey-Frauen sind im Olympia-Viertelfinale ausgeschieden - Bild: Peter Kneffel/dpa

Deutschlands Eishockey-Frauen haben die Olympia-Sensation verpasst und sind gegen Kanada im Viertelfinale der Winterspiele in Mailand ausgeschieden. Zu viele individuelle Fehler ließen dem Team von Trainer Jeff MacLeod beim 1:5 (0:2, 0:1, 1:2) am Samstag keine Chance gegen den Olympiasieger. Franziska Feldmeier von den Eisbären Berlin traf in Unterzahl zum Ehrentreffer (49. Minute) für die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), die erstmals seit 2014 wieder bei Olympia dabei war.

«Das war das engste Spiel, dass wir bislang hatten gegen Kanada. Ein Tor ist uns gegen die noch nie gelungen zuvor. Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind», sagte Topscorerin Laura Kluge, die diesmal leer ausging. «Wir haben im ganzen Turnier gezeigt, dass wir zu Recht im Viertelfinale standen», fügte die Angreiferin von Boston Fleet aus der nordamerikanischen Profiliga PWHL hinzu. Es war das erste Olympia-Viertelfinale überhaupt für ein deutsches Frauenteam.

Deutsche Spielerinnen zufrieden mit Turnierverlauf

Brianne Jenner (2.), Claire Thompson (17.), Sarah Fillier (38.), Blayre Turnbull (41.) und Topstar Marie-Philip Poulin (56.) schossen die Tore für den Favoriten, der am Montag um den erneuten Einzug ins Finale spielt. «Das sind Topspielerinnen auf der Welt, gegen die wir da auf dem Eis standen. Wir haben die Voraussetzungen in Deutschland einfach nicht, die die haben und deshalb bin ich super zufrieden», sagte Kapitänin Daria Gleißner. 

Das MacLeod-Team schaffte es erst im Laufe des Spiels abzulegen. Nach einem Abstimmungsfehler in der Abwehr stand es schnell 0:1. Trotzdem zeigte Deutschland Courage. Wann immer es gefährlich wurde, stand Kluge auf dem Eis. «Wir haben über kurze Strecken gezeigt, dass wir mithalten können. Uns fehlt einfach die Erfahrung, vielleicht etwas Kaltschnäuzigkeit», sagte Kluge. 

Abstreiter patzt zweimal

Aussetzer von Torhüterin Sandra Abstreiter von Montreal Victoire aus der PWHL führten allerdings zu weiteren Gegentoren. Die 27-Jährige ließ zunächst einen harmlosen Schuss von der blauen Linie durch die Beine gleiten. Im Mittelabschnitt lenkte sie in Unterzahl einen Schuss aus spitzem Winkel ins eigene Netz. Mit diesen groben Fehlern konterkarierte Abstreiter zahlreiche starke Paraden im weiteren Spielverlauf.

«Das ist natürlich sehr unglücklich. Wenn man so viele Schüsse aufs Tor bekommt, rutscht vielleicht auch mal einer rein. Ich glaube, ich habe aber auch einige gut rausgeholt», sagte die Torhüterin, die ebenfalls ein positives Fazit zog: «Wir haben gute Werbung für das deutsche Eishockey gemacht.»

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