Alexandra Popp möchte bei WM mit Regenbogenbinde spielen
26.06.2023 - 17:23:37Deutschlands FuĂball-KapitĂ€nin Alexandra Popp ist zuversichtlich, bei der Weltmeisterschaft in Australien und Neuseeland ein Zeichen fĂŒr Vielfalt und Toleranz setzen zu dĂŒrfen.
«Wir haben das mit der Regenbogenbinde thematisiert, dass wir sehr gerne damit spielen wollen», sagte Popp beim DFB-Medientag in Herzogenaurach und ergĂ€nzte: «Wir sind in echt guten GesprĂ€chen mit der FIFA, was ich schon mal schön finde - weil ich das GefĂŒhl hatte, dass es bei den MĂ€nnern völlig weggehalten wurde.»
Der FuĂball-Weltverband stĂŒnde der Thematik wesentlich offener gegenĂŒber als bei der MĂ€nner-WM Ende 2022 in Katar. Dort hatte es eine groĂe Kontroverse um die sogenannte One-Love-Binde gegeben, die die FIFA verboten hatte. Auf der Binde ist ein Herz in bunten Regenbogenfarben zu sehen und der Slogan «One Love» zu lesen. Als Konsequenz aus den Querelen kehrte die deutsche MĂ€nner-Auswahl zur schwarz-rot-goldenen Binde zurĂŒck.Â
Verwirrung um Debatte um KapitÀnsbinden
Der Weltverband hatte danach angekĂŒndigt, mit den VerbĂ€nden in den Dialog zu treten. Zuletzt hatte es etwas Verwirrung in der Debatte um die symboltrĂ€chtigen KapitĂ€nsbinden gegeben. Die FIFA hatte bei einem Workshop erklĂ€rt, dass bei der Frauen-WM keine andere Binde erlaubt sei als die offizielle FIFA-SpielfĂŒhrerbinde. Deshalb werde Popp kĂŒnftig nur bei Testspielen die symboltrĂ€chtige Regenbogenbinde tragen, hieĂ es von DFB-Seite. Der Weltverband betonte kurz darauf aber, dass noch keine Entscheidung gefallen sei. Â
Popp bestĂ€tigte nun, dass es noch kein Ergebnis gebe. «Wir sind auch völlig fein damit, wenn wir hinterher mit einer anderen Binde spielen. Wenn wir mit One Love spielen, dann können wir auch mit unserer Regenbogenbinde spielen», sagte die 32 Jahre alte StĂŒrmerin vom DFB-Pokalsieger VfL Wolfsburg.Â
Zuletzt hatte sich der Chef des australischen FuĂballverbandes optimistisch geĂ€uĂert, dass die Spielerinnen bei der Frauen-WM Regenbogenarmbinden tragen dĂŒrfen. Nach «sehr guten und bedeutsamen» GesprĂ€chen mit dem Weltverband FIFA sei er diesbezĂŒglich «ziemlich zuversichtlich», sagte James Johnson in einem Interview der britischen Sonntagszeitung «Observer». Er rechne damit, dass es noch vor der WM-Endrunde vom 20. Juli bis 20. August in Australien und Neuseeland eine Lösung geben werde.


